Walpurgisrockfestival Bad Grund (30.04.2012)

Veröffentlicht: 04/05/2012 in Uncategorized

Das Walpurgisrockfestival ist ein kleiner Teil eines größeren Walpurgisfestes im schönen Bad Grund. Mitten im Stadtkern wurden mehrere Bühnen aufgebaut, um wirklich jedem etwas bieten zu können. Ein wenig erinnerte das Ganze zwar an eines der üblichen Dorffeste, die es wohl überall gibt, aber durch die Rockbühne erhebt es sich eben doch zu etwas ganz besonderem.
Während auf der Hauptbühne die üblichen Schlagerstars, Coverbands und Kindertheater auftraten, ging es auf der Rockbühne schon von Anfang an richtig ab. Dort spielten regionale Bands, die mal mehr, mal weniger gut waren, wodurch wir auch Zeit hatten das  komplette Gelände und die unzähligen Imbissbuden zu erkunden.
Später begutachteten wir dann die Band Segard, die vorab schon fleißig Promo-CDs verteilte.Eiin guter, rockiger Sound mit deutschen Texten.. Leider war die Stimmung vor der Bühne nicht so gut und so wirkten die Animationsversuche des Sängers doch eher lächerlich
Da wir wirklich oft umhergewandert sind bekomm ich leider das ganze Vorabendprogramm nicht mehr zusammen. Beim Nord Wacken Battle wusste leider keine Band uns zu überzeugen. Erst zu „My Inner Burning“ versammelten wir uns dann direkt vor der Bühne, um später auch in der ersten Reihe zu stehen. Dies sollte sich als schwerer erweisen als üblich, aber dazu später mehr.
„My Inner Burning“ traf voll meinen Geschmack. Besonders die rauchige und dennoch weibliche Stimme der Sängerin fand ich wunderschön. Die Band harmoniert gut zusammen und heizte dem Publikum ordentlich ein. Besonders hervorzuheben ist die Ballade „When I´m gone“


Zwischen „My Inner Burning“ und „Lord of the Lost“ wurde dann der Gewinner des Wacken Battles bekanntgegeben, was ich wieder als eher uninteressant empfand.
Lord of the Lost brauchten dann eine halbe Ewigkeit zum aufbauen und für den Soundcheck, welcher aber auch für einige Lacher sorgte. Ich kannte die Band vorher nicht, war aber sehr gespannt, weil ich schon viele unterschiedliche Meinungen darüber gehört habe. Raphael erzählte mir vorher schon, dass es wohl eine Stripshow vom Sänger geben wird, die sich aber nicht wirklich lohnen sollte. Als dann endlich die Show begann war ich dann doch positiv überrascht. Die Musik ist wirklich gut, auch wenn ich mich nicht ganz an ihre Version von Bad Romance gewöhnen kann.  Die Show war mir auch leider etwas too mouch. Lackierte Fingernägel lassen einen Mann nun mal etwas lächerlich aussehen. Die angekündigte Stripshow folgte in dem der Sänger nach und nach seinen Pulli vom Körper riss. Es sah zum Glück besser aus als erwartet. Da hat wohl jemand trainiert 😉
Auch der Keyboarder schmiss sein Shirt irgendwann in die Menge und man sah sehr viel mehr Muskeln als erwartet. Letztendlich waren 3/5 der Band am Ende des Gigs Oberkörperfrei. War auch nicht schlecht, hätte aber nicht unbedingt sein müssen.

Vielleicht liegt es aber auch an der Szene, denn auch De Clercq von Unzucht, die nach Lord oft he Lost auftraten, hat bekanntlich einen Hang dazu seine Bauchmuskeln zu zeigen.Unzucht durfte ich schon des Öfteren als Vorband von Coppelius erleben. Eine wirklich tolle Band mit super Sound und sympathischen Mitgliedern. Der Schulz ist, man kann es nicht anders sagen, einfach nett. Da er das Walpurgisrock veranstaltet hat war er umso stolzer, als er endlich als Akteur auf die Bühne durfte. Sein Lieblingssatz an diesem Abend: „Wie geil ist das denn?“. Unzucht rockten Bad Grund und das nicht nur weil der Schulz von dort herkommt. Mit so tollen Liedern wie „Engel der Vernichtung“ und „Schwarzes Blut“ wurde dem Publikum richtig eingeheizt. Endlich kannte ich mal wieder Songs und konnte mitsingen.  Aber, und das kann ich nicht für mich behalten, Der Schulz sollte lieber die Schminke weglassen. Von so vielen um mich herum konnte ich hören, dass er dies gar nicht nötig hat. Und ich muss allen zustimmen. Aber immerhin sitzt die Hose inzwischen fest und rutscht nicht mehr runter 😉


Und dann, endlich nach langem warten, kamen endlich diejenigen für die ich mal wieder den langen Weg auf mich genommen habe. Coppelius.  Ich erwartete eigentlich keine große Veränderung  zu den letzten Konzerten, aber die Herren hatten sich anders entschieden. Statt „Running free“ spielten sie „I get used to it“ als Opener.
Sie spielten viele ihrer rockigen Lieder und beschränkten sich auf ein ruhiges Lied. Das war der neue Song „Die Butterblume“. Was man jetzt von dem Stück halten soll, dies wird sich wohl erst beim mehrmaligen Hören ergeben, besonders wenn dann sicher ist wer es letztendlich singen soll. Geheime Quellen behaupten nämlich, dass neben Bastille noch zwei weitere Sänger zur Auswahl stehen, die natürlich ihre eigene Interpretation haben.
Die Menge tobte auf jeden Fall und machte bei jedem Song fleißig mit. Leider stand ich direkt im „Loch“ und das in Verbindung mit einer zu schwachen Anlage für die unerwartet große Menge führte dazu, dass man den Gesang, besonders von Herrn Coppella, nur schwer verstand. Auf meine Beschwerden erklärte mir Bastille die Umstände noch während des Auftritts. Klar, ich hätte mich mehr an den Rand stellen können, aber ich wollt ja auch was sehen. Die Highlights des Auftritts waren (wieder einmal) die neue Version von „Rightful King“ und das sehr selten gespielte „Wrath Child“ und wieder zeigten sich die Herren sehr publikumsnah.
Nach zu kurzer Zeit war es dann auch schon vorbei. Langsam lichteten sich die Reihen, und das obwohl noch Ragnarök folgte. Die meisten begaben sich dann doch wieder zum Merchstand, wo man versuchte sich zu unterhalten. Da dieser aber direkt neben der Bühne stand ging das nur mit lauter Stimme und nahem ran rücken.  Dennoch war es wieder sehr nett. Ich erklärte Herrn Coppella, dass ich die Silbereule bin. Er verwechselte mich wohl mit Alekto. Nun, jetzt weiß er es. Ich werde ihn aber das nächste Mal danach fragen.

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Ragnarök konnte ich durch die Nähe dann auch noch hören, aber ich mag die Band einfach nicht Dieses gehabe und dabei ist die Musik 08/15 mittelalter-böse, da hilft auch die leicht bekleidete Dame nicht mehr.
Insgesamt ein schönes Festival mit guter Stimmung, aber es gab ein paar Dinge, die man hätte besser machen können.
Einmal fiel direkt auf, dass wohl die Kommunikation innerhalb der Orga nicht zu klappen schien. Wir hatten ein Spezialticket, mit dem wir Getränkemarken im Wert von 40€ bekommen sollten. Am Einlass teilte man uns mit, dass wir immer den QR-Code auf dem Ticket zeigen müssten, am Getränkestand wusste man von dem Ticket gar nichts und es dauerte eine Ewigkeit bis mal jemand kam der dies klären konnte. Beide Getränkestände vor der Rockbühne fielen negativ auf. Der kleinere dadurch, dass die Getränkeausschenker genervt waren, der andere dann dadurch, dass man ignoriert wurde und einer der Crew nicht fähig war zu rechnen und wohl auch nicht wusste, dass eine Wertmarkekarte 5€  wert ist. Dies musste man ihm erst vorzählen. Auch gab es zu wenige Sitzmöglichkeiten, da musste dann eben der Boden herhalten.  Was aber wirklich störte und auch irgendwie merkwürdig war, was dass es zwar keine Absperrung vor der Bühne gab, man aber dennoch Abstand halten sollte. Dies führte dazu, dass sich ständig Leute nach vorne stellten, denn sie dachten ja es wäre Platz, und somit kam immer wieder eine Unruhe und viel mehr Bewegung im Publikum auf, als es hätte sein müssen. Die Security bat uns dann auch immer mal wieder ein paar cm nach hinten zu rücken. Das ist nur nicht so leicht, wenn hinter einem an die 100 Leute stehen. Wir schlugen vor, dass man eine Durchsage macht, damit es auch hinten ankommt. Leider fühlte sich der Mann nicht befugt dazu, ja nicht mal dazu jemanden zu holen der befugt dazu wäre. Nur bin ich als Gast ja auch nicht dafür zuständig, dass eine Ordnung hergestellt wird. Ein einfaches Absperrband hätte da schon Abhilfe getan. Ich habe  aber erfahren, dass die Anweisung wohl gar nicht von der Orga kam, sondern von der Security selber. Beim nächsten Mal soll es aber wohl richtige Absperrungen geben, unter anderem auch um eine richtige Feuerschow bieten zu können. Das waren also meine „Meckerpunkte“.  Das sind aber nur Kleinigkeiten, die man das nächste Jahr leicht besser machen kann.

Mehr zum Walpurgisrock findet ihr hier:

Artikel / Berichte:
http://www.zeitfokus.de/component/k2/item/1568-walpurgisrock-openair-2012-bricht-alle-rekorde.html

Fotos:
http://marah-photo.blogspot.de/2012/05/walpurgisrock-open-air-2012.html
http://www.music-pics.de/galerie/galerie-coppelius.html

(die verlinkten Artikel bzw. Fotogalerien und die Youtubevideos stammen nicht von mir. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Urheber, die keine Verlinkung hier möchten mögen sich bei mir melden)

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