Django Unchained

Veröffentlicht: 28/01/2013 in Filmkritik
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Meine Meinung zum neuen Tarantino Film?
Er ist gut wie (fast) jeder Tarantino Film. Taranino hat es wieder mal geschafft ein Genre-typischen Film zu machen, der dennoch seine klare Handschrift trägt. Man merkt, wie Tarantino Wert auf gute Bilder legt und wie sehr er die alten Filme schätzt, indem er genau diesen Stil zwischendurch mit einbaut. Eine Szene die sich mir besonders in den Kopf setzt war z.B. wie das Blut auf die weißen Baumwollpflanzen spritzt.

Natürlich ist der Film brutal und blutig. Allerdings störte mich zum ersten Mal wie übertrieben alles dargestellt wurde. Das Blut spritzte mir bei Schusswunden dann doch zu stark.

Die erste Hälfte ist der Film sehr lustig gegen Ende wird er immer brutaler, verliert dabei nur wenig an dem vorher eingeführten Witz. Das liegt viel an dem verbalen Schlagabtausch der ständig zwischen den Charakteren herrscht.

Die Schauspieler waren allesamt großartig, doch Christopher Waltz stahl wieder mal allen die Show. Diesen Mann werden wir hoffentlich noch häufiger sehen. Sein Charakter ist diesmal weitaus positiver als bisher, zweigt aber auch hier eine Doppelseitigkeit. Dies ist man von ihm gewohnt. In seinen Rollen zuvor (Inglourious Basterds & Wasser für die Elefanten) waren diese zwei Gesichter auch zu sehen, wobei da die Freundlichkeit eher eine Maske war, was man von Dr. Schultz definitiv nicht sagen kann. Zynisch, ja, aber dennoch ein guter. So gut wie man als Kopfgeldjäger eben sein kann. Ich danke Tarantino dafür, dass er in Django auch mal einen Deutschen zeigte, der kein rassistischer Nazi ist.

Aber auch alle anderen Charaktere sind gut bis grandios. Lediglich Brunhilde (Djangos Frau) wirkt etwas kraftlos. Ich hatte sie mir als starke Frau vorgestellt, aber sie ist eigentlich nur passiv dabei. Schade eigentlich.

Ein druchaus sehenswerter Film, der sich zum Schluss aber etwas in die Länge zieht. Dennoch kann ich es jedem empfehlen, der mit solch einem Film etwas anfangen kann.

HalbEngel

Veröffentlicht: 02/11/2012 in Buchkritik
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Eckdaten

Autor: Tobias O. Meißner
Genre: Roman
Erschienen: Erstausgabe – 1999, Rotbuch; Wiederauflage – 2010, Golkonda Verlag
Preis: 16,90 €

Warum ich dieses Buch haben musste:

Als ich das letzte Mal in Berlin war zeigte mir eine Freundin einen Buchladen, der sich auf Fantasy und Sience Fiction spezialisiert hatte. Natürlich ein Traum für mich und ich war mir so ziemlich sicher, dass ich hier irgend ein Buch für mich finden würde. Das tat ich auch, nur dass es kein Fantasy-Roman war. HalbEngel zog mich allein durch den wunderschönen Einband in seinen Bann. Ich verliebte mich in die Optik, ein Bild eines Mannes, mit Flügeln die wie von Tinte gemacht sind. Durch die schönen Worte „Ich glaube nicht an Noten. Ich glaube an den Rausch in mir“ und den eher spärlichen Klappentext ließ ich mich komplett überzeugen.

Eine kleine Inhaltsangabe:

Floyd Timmen hat das geschafft von dem die meisten Musiker träumen: er ist ein gefeierter Rockstar, seine Musik bewegt Millionen und ebenso viel Geld verdient er. Er kann seine musikalischen Träume erfüllen, geht mit seiner Band MBMI auf eine große Tour. Kein Wunder – denn Floyd scheint ein musikalisches Genie, hört Dinge die kein anderer hört. Und dennoch, am Ende ist er nicht glücklich. Er fragt sich, wem er letztendlich gehört. Sich selbst oder doch allen anderen…

Was ich darüber denke:

HalbEngel soll die Musikindustrie und all ihre Facetten zeigen, ein Bild von einem großartigen Menschen zeichnen, doch scheitert es an seinen eigenen Ansprüchen. Die erste Hälfte des Buches ist voll von Metaphern und Worten, die nur eines umschreiben sollen: Was für ein großartiger Musiker Floyd Timmen ist. Doch letztendlich passiert nicht viel, außer einer ausführlichen Beschreibung der Studioaufnahmen.  Mir, als Nicht-Musikerin, fiel es schwer diesen zu folgen und genau konnte ich mir die Musik von  MBMI auch nicht vorstellen, Rockmusik halt, vlt. mit Metal-Elementen. Irgendwann in der Mitte jedoch beginnt die  Story an Fahrt zu gewinnen, als sich Floyd Gedanken darüber macht wer er eigentlich ist und wer er ursprünglich mal werden wollte. Und in dem Moment wird es auch richtig interessant und man will mehr wissen, will wissen was passiert und was aus Floyd wird. Leider ist es dann auch schon vorbei.

Generell hatte ich direkt am Anfang meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Da es ein deutscher Autor ist musste ich mich erstmal daran gewöhnen, dass die Story in den USA spielt. Irgendwie hatte ich damit nicht gerechnet und war dementsprechend überrascht. Auch konnten die Charaktere nicht wirklich überzeugen. Man merkt zwar, dass der Autor sich richtig Gedanken über sie gemacht hat, doch leider schafft er es nicht diese genauer zu vermitteln.  Die Gefühlsebene wird fast komplett außer Acht gelassen. Oft wirken die Figuren völlig emotionslos. Nur ab und an scheint es durch, besonders zum Ende hin, als Floyd seine Existenz in Frage stellt.

Eine Sache schafft die Story, bei all ihren Schwächen dann doch: Man fragt sich was aus Floyd Timmen geworden ist. Eine genaue Antwort bleibt der Autor aber einem schuldig. Durch Leserbriefe, Interviews oder ähnlichem wird die Meinung von der Aussenwelt dargestellt. Aber nicht was davon stimmt und ob Floyd am Ende doch glücklich wurde. Ich hätte mir ein konsequenteres Ende gewünscht, auch wenn das letzte Kapitel angenehm überrascht. Sicher kein 08/15 Ende.

Letztendliches Fazit: 

HalbEngel hätte ein großartiges Buch werden können. Doch leider verliert sich der Autor zu sehr in technischen, oberflächlichen Geschwafel. Zum Ende hin wird es noch richtig gut, leider zu spät für mich um vollends überzeugt zu sein. Aber vlt. sagt jmd der mehr von Musik versteht, selbst ein Instrument spielt, das Buch mehr zu als mir. Ich werde das auf jeden Fall ausprobieren, in dem ich das Buch verleihe.

Die Sache mit dem Rassismus

Veröffentlicht: 26/09/2012 in Uncategorized

Juli 2012: Vor einiger Zeit machte Sarah Kuttner (Moderatorin, Redakteurin) mit einigen rassistischen Äußerungen von sich reden, in dem sie erklärte, dass sie Angst vor einer schwarzen Puppe hatte, das N-Wort benutzte und (so einige Berichte) den Mann,  der sich dadurch angegriffen gefühlt hatte aus der Lesung warf. Eine Anzeige und mehrere Berichte dazu folgten. Etwas später bin ich dann auf den Blog „Afrika Wissen Schaft“ aufmerksam geworden, der einen interessanten Artikel zu dem enthält, was nach dem ganzen passierte. „Wenn weiße, weißen erklären, dass sie nicht rassistisch sind. Eure Absolution, mein Rant.“ so der Titel und allein dabei musste ich schon die String runzeln. Dennoch versuchte ich völlig unvoreingenommen mir eine Meinung über den Inhalt des Artikels zu bilden. Die Kernaussage: Nur ein Betroffener kann beurteilen was rassistisch ist“ halte ich für völlig richtig und ich verstehe auch, dass die Bloggerin  die Reaktion der Medien und der Kuttner Fans sauer aufstießen, doch etwas störte mich.  Ich hinterließ folgenden Kommentar (in der Hoffnung auf Aufklärung & einem Austausch):

 silbereule sagt: Dein Kommentar muss noch moderiert werden.

30. Mai 2012 um 14:01

Im Grunde ein guter Artikel, der sehr schön eine Problematik aufgreift, die viel zu häufig vorkommt. Die Kernaussage: Nur der Betroffene kann beurteilen was rassistisch ist und was nicht ist komplett richtig. Mir gefällt hierbei aber nicht die Typisierung der Weißen. Wenn man sehr kritisch liest, dann könnte man darauf kommen, dass nur Weiße rassistisch sind, was wiederum rassistisch wäre. Ich betone das “könnte man darauf kommen”, denn dies war sicherlich nicht deine Absicht doch Rassismus ist kein Problem der Weißen. Rassismus kann in jedem stecken, fernab der Hautfarbe, Religion, Abstammung. Auch ich, als weiße, in Ostdeutschland geborene Frau musste mir sehr häufig Dinge anhören, die nicht nur rassistisch waren, sondern nicht mal wahr. Entweder als Ossi (O-Ton: Geh zurück in deine Müllhalde) oder auch als Deutsche, denn in vielen Augen bin ich von vornerein ein Nazi und Rassist, weil ich nun mal aus Deutschland komme und auch Verwandte hatte, die Nazis waren. Das brauche ich nicht zu verleugnen, denn für die Verwandtschaft kann keiner was und ich habe diese Verwandtschaft nicht einmal kennen gelernt oder erlebt.
Wie gesagt: An sich alles richtig was du schreibst und an Hand deiner Beispiele und der Geschichte lässt sich nicht verleugnen, dass besonders Weiße noch sehr viel zu lernen haben was Rassismus an geht. Ich hoffe man versteht mich nicht falsch. Ansonsten: nachfragen 😉

Der mir erhoffte Austausch fand nie statt, mein Kommentar wurde nicht freigeschaltet. Ich habe ihn mir nochmal durchgelesen, ob sich jmd beleidigt fühlen könnte, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass dies nicht der Fall ist. (sollte das jemand anders sehen, so kann er mir das gerne mitteilen). Ich frage mich daher, ob eine andere Meinung und kritische Gedanken von der Bloggerin einfach generell abgelehnt werden oder ob es sich um eine stille Zustimmung meiner Vermutung handelt, dass ihrer Ansicht nach Rassismus nur ein Problem der Weißen ist. Natürlich hat jeder das Recht Kommentare zu seinem Blog abzulehnen, und auch ich würde das machen, aber lediglich, wenn rassistische Äußerungen oder Beleidigungen enthalten sind. Keines davon kann ich in meinem Kommentar entdecken.

Bei dem Blogeintrag  musste ich unweigerlich daran denken, dass ich als Deutsche mir bloß nicht erlauben darf kritisch zu sein, wenn es um andere geht, mir aber andererseits alles kommentarlos vorwerfen lassen muss. Das „nicht-freischalten“ meines Kommentares bestätigt mir dies leider wieder.

Update (26.09.2012): Der Entwurf zu diesem Eintrag schwebt nun schon recht lange in meinem virtuellen Kopf und ich war mir nie sicher was ich damit machen soll. Heute habe ich ihn mir mal wieder zur Brust genommen, mir nochmal alles durchgelesen und mir auch nochmal den Blog angeschaut von dem der Artikel stammt. Und ja, was soll ich sagen. Meine Vermutung wurde nur bestärkt. Natürlich weiß ich nicht wirklich etwas über die Bloggerin. Wie denn auch? Ich weiß, dass sie einen Master hat, den genauen Studiengang kann ich nicht nennen, ich tippe aber mal auf einen Studiengang, der sich mit Afrika beschäftigt. Da ich das nicht tue maße ich es mir auch nicht an mir darüber ein Urteil zu bilden. Vorüber ich mir aber ein Urteil bilden konnte ist ihre Sichtweise und durch ihren doch recht reißerischen Schreibstil, der mir normalerweise gut gefallen würde, wird dieser doch sehr klar. Sie stempelt weißfarbige Menschen von vornerein als unwissend im Bezug auf Diskriminierung und als Rassisten ab. Und, als Fazit: Dadurch fühle ich mich persönlich angegriffen und erlaube mir ihr Rassismus zu unterstellen.

Update 2 (27.09.2012): Ich hatte diesen Blogeintrag bisher unter Verschluss gehalten und mit einem Passwort versehen. Aus dem einfachen Grund, dass ich mir nicht sicher war, ob ich ihn wirklich veröffentlichen möchte, ihn aber dennoch mal jmd zeigen wollte. Auf keinen Fall möchte ich die Bloggerin an den Pranger stellen, gegen sie bashen oder sonstiges. Sie hat ihre Meinung, die ich respektiere, aber eben nicht unbedingt teile. Muss ich also dazu noch was sagen? Ja, muss ich. Denn genau wie sie das Recht auf ihre Meinung hat und sagen darf, wenn sie etwas stört, genauso darf ich das auch. Daher der heutige, endgültige Entschluss den Artikel zu veröffentlichen.

Zweiter Blog

Veröffentlicht: 30/08/2012 in Uncategorized

Nur eine ganz kurze Meldung:

Ab heute gibt es von mir einen zweiten Blog in dem ich mich über alle Produkte auslasse bei denen ich der Meing bin, dass es sich lohnt. Seien sie besonders gut oder eben besonders schlecht. zwar gibt es solche Blogs schon zu Hauf, aber was solls. Ich mach ja eh was ich will. 😀

Also schaut mal vorbei – bei Eules Produkttest

Das Walpurgisrockfestival ist ein kleiner Teil eines größeren Walpurgisfestes im schönen Bad Grund. Mitten im Stadtkern wurden mehrere Bühnen aufgebaut, um wirklich jedem etwas bieten zu können. Ein wenig erinnerte das Ganze zwar an eines der üblichen Dorffeste, die es wohl überall gibt, aber durch die Rockbühne erhebt es sich eben doch zu etwas ganz besonderem.
Während auf der Hauptbühne die üblichen Schlagerstars, Coverbands und Kindertheater auftraten, ging es auf der Rockbühne schon von Anfang an richtig ab. Dort spielten regionale Bands, die mal mehr, mal weniger gut waren, wodurch wir auch Zeit hatten das  komplette Gelände und die unzähligen Imbissbuden zu erkunden.
Später begutachteten wir dann die Band Segard, die vorab schon fleißig Promo-CDs verteilte.Eiin guter, rockiger Sound mit deutschen Texten.. Leider war die Stimmung vor der Bühne nicht so gut und so wirkten die Animationsversuche des Sängers doch eher lächerlich
Da wir wirklich oft umhergewandert sind bekomm ich leider das ganze Vorabendprogramm nicht mehr zusammen. Beim Nord Wacken Battle wusste leider keine Band uns zu überzeugen. Erst zu „My Inner Burning“ versammelten wir uns dann direkt vor der Bühne, um später auch in der ersten Reihe zu stehen. Dies sollte sich als schwerer erweisen als üblich, aber dazu später mehr.
„My Inner Burning“ traf voll meinen Geschmack. Besonders die rauchige und dennoch weibliche Stimme der Sängerin fand ich wunderschön. Die Band harmoniert gut zusammen und heizte dem Publikum ordentlich ein. Besonders hervorzuheben ist die Ballade „When I´m gone“


Zwischen „My Inner Burning“ und „Lord of the Lost“ wurde dann der Gewinner des Wacken Battles bekanntgegeben, was ich wieder als eher uninteressant empfand.
Lord of the Lost brauchten dann eine halbe Ewigkeit zum aufbauen und für den Soundcheck, welcher aber auch für einige Lacher sorgte. Ich kannte die Band vorher nicht, war aber sehr gespannt, weil ich schon viele unterschiedliche Meinungen darüber gehört habe. Raphael erzählte mir vorher schon, dass es wohl eine Stripshow vom Sänger geben wird, die sich aber nicht wirklich lohnen sollte. Als dann endlich die Show begann war ich dann doch positiv überrascht. Die Musik ist wirklich gut, auch wenn ich mich nicht ganz an ihre Version von Bad Romance gewöhnen kann.  Die Show war mir auch leider etwas too mouch. Lackierte Fingernägel lassen einen Mann nun mal etwas lächerlich aussehen. Die angekündigte Stripshow folgte in dem der Sänger nach und nach seinen Pulli vom Körper riss. Es sah zum Glück besser aus als erwartet. Da hat wohl jemand trainiert 😉
Auch der Keyboarder schmiss sein Shirt irgendwann in die Menge und man sah sehr viel mehr Muskeln als erwartet. Letztendlich waren 3/5 der Band am Ende des Gigs Oberkörperfrei. War auch nicht schlecht, hätte aber nicht unbedingt sein müssen.

Vielleicht liegt es aber auch an der Szene, denn auch De Clercq von Unzucht, die nach Lord oft he Lost auftraten, hat bekanntlich einen Hang dazu seine Bauchmuskeln zu zeigen.Unzucht durfte ich schon des Öfteren als Vorband von Coppelius erleben. Eine wirklich tolle Band mit super Sound und sympathischen Mitgliedern. Der Schulz ist, man kann es nicht anders sagen, einfach nett. Da er das Walpurgisrock veranstaltet hat war er umso stolzer, als er endlich als Akteur auf die Bühne durfte. Sein Lieblingssatz an diesem Abend: „Wie geil ist das denn?“. Unzucht rockten Bad Grund und das nicht nur weil der Schulz von dort herkommt. Mit so tollen Liedern wie „Engel der Vernichtung“ und „Schwarzes Blut“ wurde dem Publikum richtig eingeheizt. Endlich kannte ich mal wieder Songs und konnte mitsingen.  Aber, und das kann ich nicht für mich behalten, Der Schulz sollte lieber die Schminke weglassen. Von so vielen um mich herum konnte ich hören, dass er dies gar nicht nötig hat. Und ich muss allen zustimmen. Aber immerhin sitzt die Hose inzwischen fest und rutscht nicht mehr runter 😉


Und dann, endlich nach langem warten, kamen endlich diejenigen für die ich mal wieder den langen Weg auf mich genommen habe. Coppelius.  Ich erwartete eigentlich keine große Veränderung  zu den letzten Konzerten, aber die Herren hatten sich anders entschieden. Statt „Running free“ spielten sie „I get used to it“ als Opener.
Sie spielten viele ihrer rockigen Lieder und beschränkten sich auf ein ruhiges Lied. Das war der neue Song „Die Butterblume“. Was man jetzt von dem Stück halten soll, dies wird sich wohl erst beim mehrmaligen Hören ergeben, besonders wenn dann sicher ist wer es letztendlich singen soll. Geheime Quellen behaupten nämlich, dass neben Bastille noch zwei weitere Sänger zur Auswahl stehen, die natürlich ihre eigene Interpretation haben.
Die Menge tobte auf jeden Fall und machte bei jedem Song fleißig mit. Leider stand ich direkt im „Loch“ und das in Verbindung mit einer zu schwachen Anlage für die unerwartet große Menge führte dazu, dass man den Gesang, besonders von Herrn Coppella, nur schwer verstand. Auf meine Beschwerden erklärte mir Bastille die Umstände noch während des Auftritts. Klar, ich hätte mich mehr an den Rand stellen können, aber ich wollt ja auch was sehen. Die Highlights des Auftritts waren (wieder einmal) die neue Version von „Rightful King“ und das sehr selten gespielte „Wrath Child“ und wieder zeigten sich die Herren sehr publikumsnah.
Nach zu kurzer Zeit war es dann auch schon vorbei. Langsam lichteten sich die Reihen, und das obwohl noch Ragnarök folgte. Die meisten begaben sich dann doch wieder zum Merchstand, wo man versuchte sich zu unterhalten. Da dieser aber direkt neben der Bühne stand ging das nur mit lauter Stimme und nahem ran rücken.  Dennoch war es wieder sehr nett. Ich erklärte Herrn Coppella, dass ich die Silbereule bin. Er verwechselte mich wohl mit Alekto. Nun, jetzt weiß er es. Ich werde ihn aber das nächste Mal danach fragen.

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Ragnarök konnte ich durch die Nähe dann auch noch hören, aber ich mag die Band einfach nicht Dieses gehabe und dabei ist die Musik 08/15 mittelalter-böse, da hilft auch die leicht bekleidete Dame nicht mehr.
Insgesamt ein schönes Festival mit guter Stimmung, aber es gab ein paar Dinge, die man hätte besser machen können.
Einmal fiel direkt auf, dass wohl die Kommunikation innerhalb der Orga nicht zu klappen schien. Wir hatten ein Spezialticket, mit dem wir Getränkemarken im Wert von 40€ bekommen sollten. Am Einlass teilte man uns mit, dass wir immer den QR-Code auf dem Ticket zeigen müssten, am Getränkestand wusste man von dem Ticket gar nichts und es dauerte eine Ewigkeit bis mal jemand kam der dies klären konnte. Beide Getränkestände vor der Rockbühne fielen negativ auf. Der kleinere dadurch, dass die Getränkeausschenker genervt waren, der andere dann dadurch, dass man ignoriert wurde und einer der Crew nicht fähig war zu rechnen und wohl auch nicht wusste, dass eine Wertmarkekarte 5€  wert ist. Dies musste man ihm erst vorzählen. Auch gab es zu wenige Sitzmöglichkeiten, da musste dann eben der Boden herhalten.  Was aber wirklich störte und auch irgendwie merkwürdig war, was dass es zwar keine Absperrung vor der Bühne gab, man aber dennoch Abstand halten sollte. Dies führte dazu, dass sich ständig Leute nach vorne stellten, denn sie dachten ja es wäre Platz, und somit kam immer wieder eine Unruhe und viel mehr Bewegung im Publikum auf, als es hätte sein müssen. Die Security bat uns dann auch immer mal wieder ein paar cm nach hinten zu rücken. Das ist nur nicht so leicht, wenn hinter einem an die 100 Leute stehen. Wir schlugen vor, dass man eine Durchsage macht, damit es auch hinten ankommt. Leider fühlte sich der Mann nicht befugt dazu, ja nicht mal dazu jemanden zu holen der befugt dazu wäre. Nur bin ich als Gast ja auch nicht dafür zuständig, dass eine Ordnung hergestellt wird. Ein einfaches Absperrband hätte da schon Abhilfe getan. Ich habe  aber erfahren, dass die Anweisung wohl gar nicht von der Orga kam, sondern von der Security selber. Beim nächsten Mal soll es aber wohl richtige Absperrungen geben, unter anderem auch um eine richtige Feuerschow bieten zu können. Das waren also meine „Meckerpunkte“.  Das sind aber nur Kleinigkeiten, die man das nächste Jahr leicht besser machen kann.

Mehr zum Walpurgisrock findet ihr hier:

Artikel / Berichte:
http://www.zeitfokus.de/component/k2/item/1568-walpurgisrock-openair-2012-bricht-alle-rekorde.html

Fotos:
http://marah-photo.blogspot.de/2012/05/walpurgisrock-open-air-2012.html
http://www.music-pics.de/galerie/galerie-coppelius.html

(die verlinkten Artikel bzw. Fotogalerien und die Youtubevideos stammen nicht von mir. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Urheber, die keine Verlinkung hier möchten mögen sich bei mir melden)

Movie Soundtracks – Part 1

Veröffentlicht: 01/05/2012 in Uncategorized

Aus einer Langeweile heraus hatte ich angefangen einige schöne Soundtracks rauszusuchen. Ehe ich aber meinen gesamten Facebook Account zu spamme (ich war schon bei 7 Videos und es wären noch mehr geworden) mach ich das jetzt hier.

Die Reihenfolge hat übrigens nichts mit meinen Vorlieben zu tun.

1. Aus The Watchmen:
„Sound of Silence“ von Simon and Garfunkel.

2. & 3. Beide aus Sucker Punch.

Einmal „Sweet Dreams“ von Emily Browning. Die Anfangsszene ist schon sehr cool. Und dann noch „White Rabbit“ von Emiliana Torrini. Beides sehr coole Lieder und sie machen bei dem Film einiges besser als es ist.

4. & 5. Aus Pulp Fiction

Der Film ist einfach zu gut um ihn nicht zu erwähnen. Natürlich wäre da einmal „Misirlou“ von Dick Dale & His Del-Tones, welches diesen großartigen Film einläutet.

und dann noch „Son of a Preacher Man“ vonDusty Springfield, zudem ich einfach eine sehr schöne Erinnerug hab, die jetzt schon echt lange her ist. Wirklich lange.

6. Aus Fight Club

Fight Club ist einfach großartig. Ich mein … Brad Pitt, Edward Norton und Jared Leto prügeln sich halb nackt … Hallo?? Geht es besser? Ja, man packe eine durchgeknallte Helena Bonham Carter dazu, rühe eine strange Story mit unter und siehe da: Fertig ist das Meisterwerk. Daher hier nun

„Where is my mind“ von The Pixies

7. Aus Eiskalte Engel:
„Bitter Sweet Symphony“ von The Verve

Kommen wir mal zu den Teenie Filmen 😀 Und ja, ich weiß, eigentlich müsste man Placebos „Every you every me“ hier angeben, aber bin ich denn hier um das zu machen was andere wollen? Nein! Ich mag die Szene einfach und finde hier wieder die musikalische Untermalung sehr passend. Daher halt dieser Song.

8. Aus 10 Dinge die ich an dir hasse:
„I want you to want me“ von Letters to Cleo

Toller Abschlusssong für einen Liebesfilm, oder? 😉

9. Aus Cry Baby:
„Please Mr. Jailer“

Bei dem Film war es sehr schwer einen Song auszusuchen, weil er so viele tolle hat. Aber letztendlich fiel die entscheidung dann doch auf meinen ersten Gedanken. Dieser Film verbindet auch wieder so viel was ich toll finde. Johnny depp, Rockabilly, eine schöne Satire, Tolle Songs, super Fun Facts bzgl der Schauspieler. Love it.

10. Aus Dr. Horrible´s Sing-Along Blog:
„My Eyes“ von Neil Patrick Harris & Felcia Day

Was soll ich denn dazu noch groß sagen? Musicalfilm von Joss Whedon mit Neil Patrick Harris! Reicht, oder? Und der Song ist einfach schön, weil so tragisch gegensätzlich.

11. Aus The Rocky Horror Picture Show:
„Sweet Transvestite“ von Jim Carry

Muss man nicht viel zu sagen, oder? Ist einfach Pflicht bei so einer Auflistung. Basta.

12. Sweeny Todd:
“ A little priest“

achja, Sweeny Todd. Ich mag den Film einfach sehr gerne. aber ich liebe ja auch Johnny Depp. 😀
Das lied ist herrlich bösartig auf eine schwungvolle Art und Weise.

Hunger Games – Die Tribute von Panem

Veröffentlicht: 01/05/2012 in Filmkritik

Auf diesen Film war ich sehr gespannt und freute mich auch schon drauf, da ich viel Gutes darüber gehört habe. Die Bücher habe ich nicht gelesen und den Film auf Deutsch gesehen.
Story:
Der Film spielt in einer fiktiven Zukunftswelt, die in Distrikte eingeteilt ist von dem sogenannten Kapitol beherrscht wird. Während in den Distrikten die einfachen Menschen in tiefster Armut leben, so sind die Menschen im Kapitol im wahrsten Sinne verwöhnte Snops. Dekantente Kleidung und keinerlei Mitgefühl für die Distrikte. Am Anfang des Films erfährt man, dass es Jahre bevor der Film spielt, einen Aufstand der Distrikte gab, der niedergeschlagen wurde. Als Bestrafung und als Ermahnung, dass so etwas nicht wieder vorkommt veranstaltet das Kapitol jährlich die Hunger Spiele (Hunger Games), in dem jeweils ein Junge und ein Mädchen aus jedem Distrikt ausgewählt werden um gegeneinander zu kämpfen bis nur noch einer am Leben ist.
In Distrikt 12 lebt Katniss mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester. Als diese bei der Bestimmung der Tribute für Distrikt 12 gezogen wird meldet sich Katniss freiwillig um ihre Schwester zu schützen. Zusammen mit Peeta tritt sie die Reise zum Kapitol an, um dort in der Arena gegen die anderen Tribute zu kämpfen. Bevor sie allerdings in die Arena kommen heißt es für Katniss und Peeta Sponsoren für sich zu gewinnen, die ihnen während des „Spiels“ mit Hilfsmitteln wie Streichhölzer, Medizin oder gar Nahrungsmitteln helfen sollen und trainieren mit den anderen Tributen. Dabei unterstützt werden sie von ihrem Mentor Haymitch, der früher selbst die Hunger Spiele gewonnen hat und seitdem dem Alkohol verfallen ist,  ihrem Stylisten Cinna und ihrer Betreuerin Effie.
Katniss hat am Anfang Schwierigkeiten das Prinzip der Spiele durchzusetzen, im Gegensatz zu Peeta. Der versucht mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In einem Interview erzählt er, dass er schon seit langem in Katniss verliebt sei, was sie als Trick wertet, um mehr Sponsoren für sich zu gewinnen.
Nach 3 Tagen Vorbereitung beginnen die Spiele in der Arena und nicht nur Katniss muss sich vor der ganzen Welt beweisen. …
Fazit:
Etwas enttäuscht bin ich aus dem Kino wieder rausgegangen. Ich hatte mir mehr Action und weniger Romantik erhofft. Gut fand ich die erdrückende Stimmung im Distrikt, besonders bei der Auslosung der Tribute. Dagegen wird aber der totale Unterschied im Kapitol nicht wirklich deutlich, was aber damit zusammenhängen kann, dass auch hier Katniss Stimmung im Vordergrund steht.
Sehr positiv sind mir die Nebenrollen aufgefallen. Lenny Kravitz als Cinna war wirklich toll und auch Haymitch wirkt wie ein Charakter über den man gerne mehr erfahren möchte, was leider nicht geschieht. Mit Effie und auch dem Moderator Caesar Flickerman wird sehr gut die Mentalität im Kapitol deutlich gemacht. Leider kommt der Film nach den langen ruhigen Szenen nicht wirklich in Fahrt und wirkte ab einem gewissen Punkt furchtbar kitschig. Ich konnte mich an die Liebesgeschichte, auch wenn sie im Grunde nur angedeutet wurde, nicht erwärmen. Der Funke sprang bei mir nicht über und so war es einfach recht nervig. Dazu kam, dass man wohl einige Sachen nicht versteht, wenn man die Bücher nicht gelesen hat oder sie um einiges später erfährt. Dadurch sitzt man lange Zeit vor dem Film und fragt sich, wieso dieses oder jenes jetzt so ist und was einige Dinge zu bedeuten haben.
Da ich die Bücher nicht gelesen habe kann ich auch nicht sagen ob es nun eine gute Verfilmung ist. Die Idee, die hinter der Story steht finde ich allerdings schon sehr interessant und erinnert etwas an die römischen Gladiatorenkämpfe. Ob ich die Bücher noch lese werde entscheide ich, wenn mir jemand sagen kann, ob einige Szenen genauso kitschig sind wie im Film.

Coppelius riefen vor einiger Zeit ihre Fans dazu auf eine eigene Interpretation ihres Liedes „Das Amulett“ zu entwickeln. Ein Wettbewerb sollte her.

Auch ich und zwei Freunde  reichten, unter dem Gruppennamen „Mängelexemplar“, einen Beitrag ein. Ursprünglich war mal was ganz anderes geplant, auch mit mehr Leuten, aber das erwies sich leider als nicht möglich, doch was wir dann gemacht haben find ich auch irgendwie besser.

Wer abstimmen mag kann dies gerne im Coppelius Fan Forum tun.

Der Vollständigkeitshalber koopiere ich den Vorstellungstext (geschrieben von Alekto) noch mit dazu.

Musikalische Vorstellung
Antoinette: Vollblutmusikerin dieser Gruppe; Grundkenntnisse Cello und E-Bass; Videographiezuständige
Silbereule: Stimmberechtigte dieser Gruppe; Grundkenntnisse Gesang; Triangelbesitzerin &Kulissenbeauftragte
Alekto: Musikalisch Unvorbelastete dieser Gruppe; Grundkenntnisse Kindheitstrauma Blockflöte; Motivationsträger

Zur Einsendung
Gut behütet möchten wir professionell mit unserer Version die Interpretation des Stückes vorantreiben durch hermeneutische Vorgehensweise und kommentierte Bezugnahme auf das Original.
Im Sinne des Purismus und des guten Tones wurde auf ausschweifende Orchestrierung verzichtet.
Der Ernsthaftigkeit der ursprünglichen Musiker und des Wettbewerbes soll Genüge getan werden.
Um Authentizitätsverlust zu vermeiden wurde auf künstliche Schnitte verzichtet. Schwierigkeitsstufe: One Take – Uncut Version
FSK Hinweis: Könnte Spuren von Anspielungen und Humor enthalten.

Die Seite www.tommy-krappweis.de hat sich neu gestaltet und läuft jetzt unter dem Motto: Von Fans für Fans und ich bin mittendrin. Dr. Dirk-Bob rief alle Fans dazu auf und ich folgte sogleich und schickte ihm ein paar Fotos. Die Seite ist jedem zu empfehlen, der den lustig verrückten Autor mag. Ein schönes interaktives Projekt. Like it.
Ich denke einer weiteren Zusammenarbeit zwischen der Eule und dem Dr. steht nichts im Wege.

Coppelius 21.01.2012 Kaiserslautern

Veröffentlicht: 26/01/2012 in Uncategorized

„Boah, war das der Hammer!“ Diesen oder ähnliche Sätze hörte man nach dem Konzert von überall her. Und sie waren wahr. Das Konzert war einfach nur toll.

Tina und ich machten uns früh morgens auf den Weg zu zwei weiteren lieben Konzertgängern. Zu Viert backten wir dann die Glitzerkugelkekse (ja, sie glitzern wirklich!), die dann nach dem Konzert verteilt werden sollten. Gut, einige fanden schon vorher den Weg in verschiedene Mägen.

Vor dem Konzert stärkten wir uns noch mit einer „kleinen“ Pizza (33 cm Durchmesser) und dann konnte es auch schon losgehen. Vor dem Konzertsaal wurden wir alle auch schon herzlich und stürmisch begrüßt. So ist das eben unter Fanatikern, besonders wenn man die lieb gewonnen Menschen viel zu selten sieht.

Erkenntnis beim Einlass: Unsere kleine Gruppe ist aber auch zu gut. Durch wieselhaften Verhalten schafften wir es wieder einmal alle in die vorderen Reihen, die meisten Gesichter der ersten Reihe kannte ich wahrlich sehr gut. Vorfreude stieg in mir auf. das was seit Tagen langsam, aber stetig wuchs, wurde nun so groß, dass es einfach raus musste. Aber da auf der Bühne noch nichts los war sang ich einfach. *Cho Chang* *She´s a small town girl…“ and so on. Die Nerven meiner Nachbarn (entschuldigt Mädels) wurde von Cellolitis gerettet, die uns an diesem Abend ordentlich einheizen sollten. Endlich ging es los.

Cellolitis

Cellolitis bestehen aus zwei Mitglieder. Dem sympathischen Niko und seiner Freundin, die charakterstarke Umbra. Zwar ist ihr Aussehen eher hölzern, doch die Töne die Niko ihr entlockt sind ohne gleichen. Ein Loopeffekt sorgt dafür, dass der Mann mit seinem Cello alles andere, aber nie langweilig wird. Die Menge ist begeistert, der Künstler auch. Sichtlich freut er sich über die Menge und auch über die gute Stimmung. Direkt am Anfang macht er sich auch schon beliebt, in dem er fragt: „Habt ihr Bock auf Coppelius?“ Klar hatten wir, aber ihn wollten wir auch hören. Das erste Stück spielte er fast im Dunkeln. Nur sein Schatten war zu sehen. Ich fand das sehr schön, doch dadurch entstand auch einige Verwirrung, denn man sah gar nicht wieso Töne zu hören waren ohne das er spielte. Direkt bei dem Auftritt von Cellolitis merkte man, dass Niko und die Herren sich gut zu verstehen scheinen. Le Comte gab sich die Ehre und spielte zusammen mit Cellolitis das Stück „Begala e evna“. Ich habe den wehrten Herrn wohl noch nie so konzentriert spielen gesehen. Spielte da etwa Respekt mit hinein? Respekt vor dem Stück oder gar vor dem Können des Cellisten? Wir werden es wohl nie erfahren.

Mittendrin als Niko erzählte, dass er auch eine echte Freundin hat streckte der Butler seinen Kopf halb auf die Bühne und schrie ganz laut „Niko, Niiikoo“ wie ein altes Waschweib. lautes Gelächter. Was das zu bedeuten hat, nun das überließen sie uns mal wieder unserer Fantasie.

Das Angenehme an Cellolitis war dann doch, dass es sehr gut passte und er auch verstand, dass er die Vorgruppe ist. Er überließ die Bühne recht zügig den Herren.

Coppelius

Wie gewohnt betrat als erster Bastille die Bühne, putze, machte Lichter an oder aus (je nachdem). Bisher nichts, was wir nicht schon kannten. Doch dann….bemerkte er etwas Fremdartiges in seinem Frack. Was war das? Völlig erstaunt zog er ein paar Drumsticks heraus. „Uii, das wird ein Spass“ erzählte sein Gesichtsausdruck (und auch seine restliche Körpersprache) und schon nahm er am Schlagzeug platz und legte los. Die restlichen Herren betraten die Bühne und uns schallte laut „Running free“ entgegen. Ein großartiger Auftakt, der die Stimmung ganz schön hoch schraubte. Es folgte eine fulminante Setliste mit alten und auch neuen Liedern. Eine perfekte Mischung. Wie sagte Barney (How I met your mother) schon: „Ein Soundmix muss nur aus Höhen bestehen“ Und das war hier der Fall.

Mit Esc. 1 machte man uns eine besonders große Freude. Unsere Wimpelaktion im Herbst trug also endlich Früchte. Tina und Antoinette kreischten sich die Seele aus dem Leib. Etwas verkehrte Welt, denn die Männer im Publikum wollten ständig Bastille knuddeln und knutschen, den Mädels interessierte hauptsächlich was für Lieder gespielt wurden. Gefreut wurde sich auch über die neue Version von Rightful King die mit dem Klavierpart und der Stimme von Bastille so viel besser klingt, als die Version auf „Tumult“ (2. Album). Jeder Song war irgendwie was besonderes, wobei mir die frühere Variante von „Ma Rue on Moi“ besser gefiel als die Jetzige und bei „Klein Zaches“ fehlt mir immer noch die Energie, die ich in Leipzig spüren konnte. Dennoch liebe ich das Lied.

Coppelius wurden besonders bei diesem Konzert ihren Ruf als eine der besten Livebands gerecht. Theater, Theater! Die Songtexte wurde teilweise nachgespielt, Gesichtsakrobatik vom Feinstem wurde geboten und auch wieder eine gehörige Portion Komik war dabei. Irgendwie wusste man wieder mal nicht wo man jetzt eigentlich verdammt nochmal hinschauen soll und bangen will man ja auch noch und ahhhh. Mist. Überfordert. Overloaded. Gehirn musste erstmal neugestartet werden. Doch noch 24 Stunden danach war ich total geflasht.

Nach dem Konzert

Wir begaben uns im Anschluss alle in den Vorraum des Kammgarn und stärkten uns da mit Getränken und allerhand Backwerk, dass die lieben Fanatiker mitgebracht hatten. Käsekuchen, den ich sogar von meiner Oma nie so lecker bekommen hab, unsere Glitzerkugelkekse, Herzfhaftes und noch viel mehr. Ich verteilte die Kugeln unter allen die wollten und zwang Bastille einen auf. Ich wurde alle los und keiner hatte danach Magenprobleme. Ein gutes Zeichen, oder? Man unterhielt sich und ich lernte auch wieder neue Gesichter kennen. An dieser Stelle liebe Grüße an alle die da waren, die ich jetzt aber nicht namentlich erwähne, aus Angst jemanden zu vergessen. Ihr wisst, dass ihr gemeint seint. Und ihr wisst: Nach dem Konzert ist vor dem Konzert. Daher geht es auch am 27.01. auch schon weiter nach Bochum. Ich freu mich. 🙂

P.s.: Ach, Matkra, auch wenn du nicht dabei warst: Rekonvaleszenz