Archiv für die Kategorie ‘Filmkritik’

Und ich glaube ich bin zu alt für diesen Scheiß.

Eine kurze Zusammenfassung meiner Gedanken

Oh, wow, direkter Einstieg mit einem fröhlichen Lied übers Abschlachten von Menschen und nein.

Der Film strotzt nur so vor Klischees. Die „starke“ Frau, der Mann der Dank ihr sich ändert, der Bösewicht, der Handlanger des Bösewichtes

Die Engländer sind ziemliche Idioten. Also wirklich alle

Ja, ok, ich shippe Pocahontas und ihre BFF. Noch wer?

Mit Magie kann man wohl alles lösen und erklären (ja, ja, Disney Film, bla)

Nein, der Hund und der Waschbär sind nicht witzig. Und der arme Kolibri.

Warum will dieser eine Krieger Pocahontas eigentlich heiraten? Sie reden nicht einmal miteinander….

Mag wirklich jmd John Smith??? Er ist das Paradebeispiel für Mansplaining und liefert den Grundstein für jede toxische Beziehung.

Ohne Scheiß – das fand man damals alles in Ordnung???? Jetzt weiß ich warum so viele meiner Generation keine Ahnung von gesunden Beziehungen haben.

Nein, das Ende macht es nicht besser. Der Film war für mich eine komplette Zeitverschwendung. Er ist auf vielen Ebenen höchst problematisch, John Smith ist und bleibt ein Idiot. Bei so vielen Filmen wird gerade über eine Aufarbeitung diskutiert, sollte man bei Pocahontas unbedingt machen. Bin ich froh, dass ich diesen Film nicht als Kind gesehen habe… Pfff

Wer mich kennt, weiß ich bin großer Harry Potter Fan. Ich besitze alle Bücher, alle Filme, schaue diese immer wieder, habe in meiner Wohnung einiges an Harry Potter Merchandise, eine Deathly Hallow Kette und vieles mehr.

Noch heute steht die Harry Potter Reihe für Freundschaft und Gleichberechtigung, für viele hat Rowling eine magische Welt geschaffen, deren Teil man gerne wäre, eine Welt die wir in die reale soweit möglich übertragen haben. Harry Potter, man kann es nicht anders sagen, hat eine ganze Generation geprägt und die Fans sind durch die Bank weg divers.

Leider hat J.K. Rowling durch ihre letzten Aussagen hinsichtlich Transsexuellen, deutlich gemacht, dass sie selbst nicht so tolerant gegenüber anderen ist wie sie sich gerne darstellt. Für mich besonders schlimm dabei, dass sie das alles unter dem Deckmantel des Feminismus getan hat, dabei aber übersehen hat, was Feminsmus eigentlich bedeutet und was das Ziel ist.*

Auf Grund dessen kam es bei mir und meinen Freunden einige Male nun zu Diskussionen und dabei kam auch auf, dass nicht nur Rowlings jüngsten Aussagen kritisch sind, sondern auch einige Aspekte in den Büchern.

Dinge, die mir als weißer Frau gar nicht so aufgefallen sind (leider), bei denen ich mich aber heute an den Kopf fasse und mir denke, wieso dem nicht so war. Denn so divers die Harry Potter Fans sind, die Charaktere sind es leider nicht. In den Büchern gibt es keine Homosexuellen (ja, ja, Dumbledore, aber das kam erst im Nachgang) oder andere Sexualitäten und gerade die Zeit der Pupertät würde da so viel zu erzählen bieten und es gibt auch fast nur weiße. Hermine wurde erst im Theaterstück schwarz, in den Büchern wurde ihre Hautfarbe dagegen nicht beschrieven, nur ihre Haare, die auf alles hindeuten können. Rowling hat auch hier wieder im Nachhinein etwas angepasst, bzw ist auf einen Zug aufgesprungen, mit dem sie ihre Vielseitigkeit zeigen wollte, die sie aber gar nicht besitzt. Denn ich glaube ihr es einfach nicht, dass sie sich das alles vorher schon überlegt hatte.

Die wenigen Figuren, die nicht weiß sind erfüllen sowohl in den Büchern, als auch den Filmen einige Klischees. Bestes Beispiel, dass viele von euch bestimmt schon mitbekommen haben, ist Cho Chang, Harry Potters erste Freundin. Natürlich ist sie als Asiatin in Ravenclaw, in den Filmen steht sie natürlich auch unter dem Druck ihrer Mutter und wegen ihrer Noten. Aber dazu kommt noch ihr Name – Klischeehafter (und rassistischer) geht es kaum. Cho Chang sind im koreanischen beides Nachnamen. Im Chinesischen gibt es diese Namen auch, ergeben zusammen aber keinen Sinn (zumindest nach meinen Recherchen, bitte verbessert mich, wenn ich falsch liege). Rowling selbst gab zu, dass sie sich über den Namen keine Gedanken gemacht hat, sondern einfach irgendwas asiatisch-klimgendes genommen hat. Sie war einfach zu faul und zu sehr in ihrer „weißen“ Blase um die Problematik dahinter zu erkennen.

Auch schwierig, sogar noch schwieriger, empfinde ich die Beschreibung der Kobolde in der Harry Potter Welt. Diese, sowohl die körperliche, als auch charakterliche, ist sehr ähnlich der antisemitischen Beschreibung der Juden von Nazis.

Und während ich mich weiter mit dem Thema beschäftige kommen immer neue Dinge dazu. Übergewicht? Nur was für die Bösen.

Dagegen muss man halten, dass die Botschaft der Bücher zu Akzeptanz und Respekt immernoch vorhanden sind und es auch einige gute Beispiele und Mataphern gibt. So steht der Werwolf Fluch für HIV Infizierte. Für den Fluch (aka Krankheit) kann niemand was, aber leider werden betroffene Menschen nach wie vor ausgegrenzt. Oder die Dementoren, die ein Sinnbild für Depression darstellen. Oder auch, dass eine Freundschaft zwischen Junge und Mädchen einfach ganz normal funktionieren kann (Harry und Hermine), man auch Menschen, die irgendwie anders sind lieb gewinnen kann (Luna), dass man reifen, sich entwickeln kann. Alles tolle Botschaften und wie gesagt – die Fans sind großartig.

Aber kann ich, als jmd der sich gerade selbst aus der eigenen Blase versucht zu befreien, weiterhin Harry Potter Fan sein? Kann ich mein Hogwarts Kleid noch tragen?

Ich überlege schon länger mir ein Harry Potter Tattoo stechen zu lassen, zum einen weil.ich wie gesagt die Welt an sich toll finde und es mich geprägt hat, zum anderen auch als Zeichen für mich was ich bei mir schon erreicht habe. Geplant ist (war) ein Dementor, der von einem Patronus Zauber besiegt wird.

Aber kann ich das noch, wo mich nun so einiges stört und mir immer mehr auffällt ohne weiteres tun?

Natürlich kann man Rowling von ihrem Werk abtrennen. Einige Fans haben das auch schon getan. In einem Video auf TikTok wurde sehr direkt gesagt, dass Rowling kein Teil ihrer geschaffenen Welt mehr ist. Und ja, fast alle Fans, viele Darsteller der Filme haben sich von Rowlings Aussagen distanziert. Aber die Bücher sind nun mal so wie sind.

Ich bin ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Ich mag die Bücher und Filme immer noch, wenn ich sie jetzt auch kritischer sehe, ich liebe die Welt die wir Fans uns hier aufgebaut haben. Aber ich kann es dennoch nicht einfach ignorieren, dass es nunmal einige Punkte gibt die nicht, aber so.gar nicht, in Ordnung sind.

Was meint ihr? Können wir noch mit Stolz Fans sein? Seht ihr die Dinge, die ich als kritisch empfinde auch so oder als gar nicht so schlimm?

* Auf den Punkt was das ganze mit Feminsmus zu tun hat bin ich, um den Rahmen nicht zu sprengen, nicht weiter eingegangen. Wen es interessiert darf mich aber gerne anschreiben.

Nach etlichen Monaten konnte ich diese Woche doch tatsächlich mal wieder ins Kino. Zusammen mit einer Freundin gingen wir in das Bambi in Düsseldorf um uns dort den Film „Als wir tanzten“ von Levan Akin anzusehen.

In dem Film verfolgen wir den Weg von Merab, einen georgischen Tänzer, der auf einen Platz im Hauptensemble vom Georgian National Ensemble hofft, dabei aber nicht nur auf einen (neuen) Rivalen trifft, der besser ist als er, sondern zu dem er sich auch noch (sexuell) hingezogen fühlt. Der „Neue“, Irakli, stellt schnell Merabs Leben auf den Kopf. 

Okay, ich bin ehrlich. Ich hatte mich vorab nur wenig mit dem Film beschäftigt. Klar, hatte ich gelesen, dass es ein Tanz- & LGBTQ Film ist. Auch kenne ich mich mit Georgien nicht aus, weder mit der Kultur noch dem Tanz. Entsprechend unvoreingenommen bin ich also ins Kino.

Und meiner Meinung nach war das auch völlig in Ordnung, denn der Film hat es geschafft mir dennoch ein Bild von diesem Land zu zeigen, ohne es zu schönigen oder komplett zu verteufeln. Georgien ist ein sehr traditionsbewusstes Land, was aber auch zu starker Homophobie führt. Diese wird im Film genauso unterschiedlich dargestellt, wie sie auch im realen Leben vorkommt. Von Anfeindungen von anderen Tänzern (ehrlich gesagt glaube ich, dass der eine davon aber auch schwul ist und es leugnet), über die Sorge seiner Tanzpartnerin, die eine Horror-Story nach der nächsten über Schwule zu hören bekommt, bis hin zu dem beschützenden Bruder, der die Ehre seines Bruders verteidigen muss. Alles dabei.

Der Film greift zwar ab und an ziemlich tief in die Klischee Kiste und ist an einigen Stellen etwas cringy, aber er zeigt auch ganz normale, menschliche Züge, ohne in ein Hollywood Drama zu verfallen. Als es mit den beiden anfängt ist Mareb hauptsächlich glücklich, weil verliebt und später besorgt, als sich Irakli nicht meldet. Aber es wird kein Selbsthass oder sonstiges gezeigt, für ihn scheint es normal, ja sogar befreiend zu sein. Er ist sich zwar seiner Sexualität nicht 💯 % sicher, aber es wird nicht einmal vermittelt, dass er es irgendwie als falsch empfindet. Dabei wird ein wenig offen gelassen,ob er sich schon einmal zu einem Mann sexuell hingezogen gefühlt hat oder nicht. 

Auch interessiert es Merab nicht, dass ihm immer wieder gesagt wird, er sei nicht gut genug, nicht männlich genug und müsse aufhören zu träumen. Er macht weiter, kämpft sich durch und am Ende stößt er zwar immer noch auf eine Wand des Unverständnis, aber er ist er selbst und es gelingt ihm eine Mischung aus Tradition und Moderne. Merab befreit sich von den gesellschaftlichen Zwängen, während andere sich ihnen unterwerfen. Das aber auf eine so feinfühlige und unterschwellige Art, dass es einen nicht direkt anspringt, sondern selbstverständlich scheint.

Schön ist auch die Entwicklung seiner Tanzpartnerin, die sich sorgt und eigentlich auch noch etwas anderes als tanzen wollte, ihn aber doch unterstützt und ihm eine Freundin durch und durch ist. An der Stelle zum Glück keine Klischee-Erfüllung.

Ein weiterer Punkt ist natürlich auch der traditionelle Tanz. Da ich privat viel tanze (Poledance forever) habe ich direkt in der ersten Szene gedacht „Oh, der wird bestimmt gleich kritisiert, da fehlt die Körperspannung“ und ja, so ähnlich kam es dann auch. Natürlich kenne ich den Tanz an sich nicht, aber gefallen hat er es mir definitiv, besonders der „Abschluss“ Tanz.

Natürlich merkt man, dass der Film keine High Ende Produktion ist, aber das muss er nicht. Meine einzigen Kritikpunkte wären, dass er zwischendrin eben sehr klischeehaft wird (das aber an anderen Stellen wieder ausgleicht) und man leider auch merkt, dass die Darsteller Tänzer sind und keine Schauspieler.

Dennoch kann ich den Film empfehlen, wenn man offen für das LGBTQ Thema ist (keine Sorge, der Film kommt ohne explizite Sexszenen aus) und sich auch einen Film anschauen kann, der nicht in USA oder England spielt.  Und will ich jetzt, zumindest einige Elemente, des georgischen Tanzes lernen? Aber sowas von. 🙋‍♀️

Django Unchained

Veröffentlicht: 28/01/2013 in Filmkritik
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Meine Meinung zum neuen Tarantino Film?
Er ist gut wie (fast) jeder Tarantino Film. Taranino hat es wieder mal geschafft ein Genre-typischen Film zu machen, der dennoch seine klare Handschrift trägt. Man merkt, wie Tarantino Wert auf gute Bilder legt und wie sehr er die alten Filme schätzt, indem er genau diesen Stil zwischendurch mit einbaut. Eine Szene die sich mir besonders in den Kopf setzt war z.B. wie das Blut auf die weißen Baumwollpflanzen spritzt.

Natürlich ist der Film brutal und blutig. Allerdings störte mich zum ersten Mal wie übertrieben alles dargestellt wurde. Das Blut spritzte mir bei Schusswunden dann doch zu stark.

Die erste Hälfte ist der Film sehr lustig gegen Ende wird er immer brutaler, verliert dabei nur wenig an dem vorher eingeführten Witz. Das liegt viel an dem verbalen Schlagabtausch der ständig zwischen den Charakteren herrscht.

Die Schauspieler waren allesamt großartig, doch Christopher Waltz stahl wieder mal allen die Show. Diesen Mann werden wir hoffentlich noch häufiger sehen. Sein Charakter ist diesmal weitaus positiver als bisher, zweigt aber auch hier eine Doppelseitigkeit. Dies ist man von ihm gewohnt. In seinen Rollen zuvor (Inglourious Basterds & Wasser für die Elefanten) waren diese zwei Gesichter auch zu sehen, wobei da die Freundlichkeit eher eine Maske war, was man von Dr. Schultz definitiv nicht sagen kann. Zynisch, ja, aber dennoch ein guter. So gut wie man als Kopfgeldjäger eben sein kann. Ich danke Tarantino dafür, dass er in Django auch mal einen Deutschen zeigte, der kein rassistischer Nazi ist.

Aber auch alle anderen Charaktere sind gut bis grandios. Lediglich Brunhilde (Djangos Frau) wirkt etwas kraftlos. Ich hatte sie mir als starke Frau vorgestellt, aber sie ist eigentlich nur passiv dabei. Schade eigentlich.

Ein druchaus sehenswerter Film, der sich zum Schluss aber etwas in die Länge zieht. Dennoch kann ich es jedem empfehlen, der mit solch einem Film etwas anfangen kann.

Hunger Games – Die Tribute von Panem

Veröffentlicht: 01/05/2012 in Filmkritik

Auf diesen Film war ich sehr gespannt und freute mich auch schon drauf, da ich viel Gutes darüber gehört habe. Die Bücher habe ich nicht gelesen und den Film auf Deutsch gesehen.
Story:
Der Film spielt in einer fiktiven Zukunftswelt, die in Distrikte eingeteilt ist von dem sogenannten Kapitol beherrscht wird. Während in den Distrikten die einfachen Menschen in tiefster Armut leben, so sind die Menschen im Kapitol im wahrsten Sinne verwöhnte Snops. Dekantente Kleidung und keinerlei Mitgefühl für die Distrikte. Am Anfang des Films erfährt man, dass es Jahre bevor der Film spielt, einen Aufstand der Distrikte gab, der niedergeschlagen wurde. Als Bestrafung und als Ermahnung, dass so etwas nicht wieder vorkommt veranstaltet das Kapitol jährlich die Hunger Spiele (Hunger Games), in dem jeweils ein Junge und ein Mädchen aus jedem Distrikt ausgewählt werden um gegeneinander zu kämpfen bis nur noch einer am Leben ist.
In Distrikt 12 lebt Katniss mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester. Als diese bei der Bestimmung der Tribute für Distrikt 12 gezogen wird meldet sich Katniss freiwillig um ihre Schwester zu schützen. Zusammen mit Peeta tritt sie die Reise zum Kapitol an, um dort in der Arena gegen die anderen Tribute zu kämpfen. Bevor sie allerdings in die Arena kommen heißt es für Katniss und Peeta Sponsoren für sich zu gewinnen, die ihnen während des „Spiels“ mit Hilfsmitteln wie Streichhölzer, Medizin oder gar Nahrungsmitteln helfen sollen und trainieren mit den anderen Tributen. Dabei unterstützt werden sie von ihrem Mentor Haymitch, der früher selbst die Hunger Spiele gewonnen hat und seitdem dem Alkohol verfallen ist,  ihrem Stylisten Cinna und ihrer Betreuerin Effie.
Katniss hat am Anfang Schwierigkeiten das Prinzip der Spiele durchzusetzen, im Gegensatz zu Peeta. Der versucht mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In einem Interview erzählt er, dass er schon seit langem in Katniss verliebt sei, was sie als Trick wertet, um mehr Sponsoren für sich zu gewinnen.
Nach 3 Tagen Vorbereitung beginnen die Spiele in der Arena und nicht nur Katniss muss sich vor der ganzen Welt beweisen. …
Fazit:
Etwas enttäuscht bin ich aus dem Kino wieder rausgegangen. Ich hatte mir mehr Action und weniger Romantik erhofft. Gut fand ich die erdrückende Stimmung im Distrikt, besonders bei der Auslosung der Tribute. Dagegen wird aber der totale Unterschied im Kapitol nicht wirklich deutlich, was aber damit zusammenhängen kann, dass auch hier Katniss Stimmung im Vordergrund steht.
Sehr positiv sind mir die Nebenrollen aufgefallen. Lenny Kravitz als Cinna war wirklich toll und auch Haymitch wirkt wie ein Charakter über den man gerne mehr erfahren möchte, was leider nicht geschieht. Mit Effie und auch dem Moderator Caesar Flickerman wird sehr gut die Mentalität im Kapitol deutlich gemacht. Leider kommt der Film nach den langen ruhigen Szenen nicht wirklich in Fahrt und wirkte ab einem gewissen Punkt furchtbar kitschig. Ich konnte mich an die Liebesgeschichte, auch wenn sie im Grunde nur angedeutet wurde, nicht erwärmen. Der Funke sprang bei mir nicht über und so war es einfach recht nervig. Dazu kam, dass man wohl einige Sachen nicht versteht, wenn man die Bücher nicht gelesen hat oder sie um einiges später erfährt. Dadurch sitzt man lange Zeit vor dem Film und fragt sich, wieso dieses oder jenes jetzt so ist und was einige Dinge zu bedeuten haben.
Da ich die Bücher nicht gelesen habe kann ich auch nicht sagen ob es nun eine gute Verfilmung ist. Die Idee, die hinter der Story steht finde ich allerdings schon sehr interessant und erinnert etwas an die römischen Gladiatorenkämpfe. Ob ich die Bücher noch lese werde entscheide ich, wenn mir jemand sagen kann, ob einige Szenen genauso kitschig sind wie im Film.

10 Dinge die ich an dir hasse

Veröffentlicht: 24/10/2011 in Filmkritik

Da das Fernsehprogramm am Sonntag doch recht uninteressant war legte ich seit langem wieder eine DVD ein. Ich entschied mich dabei für einen der besten Teenie Filme, die es überhaupt gibt.

Story:

Cameron ist neu an der Padua High-School. Nicht das erste Mal. 9 Schulen in 10 Jahren. Dennoch merkt Cameron, dass hier zwar alles recht ähnlich läuft wie an anderen Schulen, aber irgendwie … extremer. Schon am ersten Tag verliebt er sich Hals über Kopf in Bianca. Sie ist hübsch, klug, wenn auch etwas naiv, oberflächlich und beliebt. Doch die Chancen für Cameron stehen ziemlich schlecht. Zum einen weil Bianca nur Augen für den arroganten Schönling Joey hat und zum anderen wegen ihrem überfürsorglichen Vater. Seine Regel besagt, dass Bianca nur ausgehen darf, wenn ihre ältere Schwester, Kat, es auch tut. Das Problem dabei: Kat hat keinerlei Interesse an Jungs oder Dates. Und die Jungs trauen sich nicht an sie heran. Zu zickig, zu Eigen in ihrem Denken.  Doch Cameron lässt sich nicht entmutigen und sucht fleißig nach einem Date für Kat, ohne dass diese etwas davon ahnt. Doch es stellt sich heraus, dass nur eine Möglichkeit bleibt: Jemanden zu bezahlen. Und zwar jemanden, der „so extrem ist“ wie es Bianca ausdrückt, um sich auf ein Date überhaupt einzulassen. Die Wahl fällt auf den undurchsichtigen Patrick, über den es die wildesten Gerüchte gibt. Als Geldgeber muss Joey herhalten, der auch was von Bianca will, wenn auch nur das eine.  Bianca versorgt dabei Cameron mit Insiderinfos, die dieser an Patrick weiter gibt. Während Patrick mit der Zeit immer mehr an Kat herankommt, merkt Cameron dann doch irgendwann, dass Bianca ihn nur ausgenutzt hat um sich mit Joey treffen zu können. Auf einer Party betrinkt sich Kat so sehr, dass Patrick sie nach Hause bringen muss. Als er jedoch einen Kuss Versuch abwehrt ist sie zu tiefst verletzt und beleidigt. Cameron stellt Bianca nach der Party zu Rede und macht ihr klar, dass sie Menschen nicht so behandeln kann. Sie küsst ihn daraufhin, später geht sie mit ihm zum Abschlussball. Patrick versucht derweil es mit Kat wieder gerade zu biegen. Er merkt, dass er sich in sie verliebt hat, weswegen er erst kein Geld mehr von Joey nehmen will. Doch 300 $, dafür dass er Kat zum Ball einlädt  sind zu verlockend. Durch eine Gesangseinlage auf dem Sportplatz gewinnt er Kat für sich zurück. Obwohl sie sich erst dagegen sträubt geht sie mit Patrick zum Abschlussball.  Auf dem Ball werden alle Geheimnisse gelüftet. Patrick macht klar, dass keines der Gerüchte stimmt und Bianca erfährt, dass Joey nur an ihr interessiert war um sie zu entjungfern. Zum Glück hatte sie sich da schon für Cameron entschieden. Dieses Aktion, Joey´s Verhalten Kat gegenüber und das er sich später mit Cameron prügelt veranlassen Bianca dazu Joey eine rein zu hauen. Gut, mehr als einmal 😀 Weil Joey wütend ist, dass er Bianca nicht bekommen hat greift er Patrick an und verrät dabei, dass er ihn bezahlt um mit Kat auszugehen. Diese läuft wütend davon. In der wohl bekanntesten Szene des ganzen Films trägt Kat in der Klasse ein Gedicht vor, in dem sie ihre Gefühle für Patrick schildert. Sie zeigt hier viel mehr Verletzlichkeit als jemals zu vor. Patrick entschuldigt sich bei Kat und gesteht ihr, dass er in sie verliebt ist. Er schenkt ihr eine Gitarre.

Dieser Film hat vieles was ein Film zur guten Unterhaltung braucht. Viel Witz und Charme und auch reichlich Gefühle. Es ist definitiv kein 08/15 Teenie-Liebes-Film. Die Charaktere sind fein ausgearbeitet mit ihren Ecken und Kanten. Mit Übertreibungen stellt der Film satirisch das Leben auf einer High-School (eigtl. auf jeder Schule) dar. Das Gedicht, das Kat am Ende vorliest hat Kultstatus erreicht. Und die Dialoge stecken so voller Witz, dass man es erst gar nicht glauben kann. Für mich ist dieser Film ein Highlight aus der Teenie-Film-Epoche.Die Grundstory ist dem Shakespeare Stück „Der Widerspenstigen Zähmung“ entnommen. Auch gibt es weitere Parallelen, wie z.B. die Namensgebung von Charakteren und Orten. Die Musik spielt in dem Film eine tragende Rolle. Kat will Musikerin werden. Es gibt gleich zwei Szenen mit Live-Musik. Der Film endet mit dem Song „I want you to want me“  (ursprünglich von Cheap Tricks, im Film performt von Letters to Cleo). Der Song rundet den Film perfekt ab und passt wunderbar zum Ende.

Sehnlichst erwartet kam am Donnerstag, dem 19.05.2011 endlich der vierte Teil der Fluch der Karibik Reihe in die Kinos. Gleich am nächsten Samstag ging ich mit Tina und dem Erzengel um ihn mir anzuschauen. Vorab: Es war recht schwierig in den Film keine zu hohen Erwartungen zu stecken. Wird er nun gut? oder schlecht? Wie schneidet er im Vergleich zu den anderen Teilen ab?

aber langsam, langsam. Kommen wir zur Story.

Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) sucht die Quelle der ewigen Jugend. Aber nicht nur er. Angelica (Penelope Cruz) und ihr Vater, der gefürchtete Pirat Blackbeard wollen sie auch finden. Angelica, die alte Flamme von Jack lockt ihn auf ihr Schiff, in der Hoffnung er wüsste wo die Quelle versteckt ist. Eine neue Crew begleitet Jack jetzt also. Unter anderem ein Missionar und Zombies.

Aber auch Barbossa, der nun Freibeuter unter der englischen Krone ist, macht jagt auf die Quelle. Oder macht er vlt. Jagd auf etwas ganz anderem? Und auch die Spanier wollen die Quelle für sich beanspruchen.

Wer wird als erstes da sein? Welche Gründe hat jeder einzelne für dieses Unterfangen? Und was hat ein Schwein im Dschungel zu suchen?

Für mich zählt dieser Film zu einem der besten der bisherign Reihe. Nur der erste Teil ist immer noch unnerreicht. Der Witz lässt aber doch etwas auf sich warten. Trotzdem besser als 2 & 3.  Etwas nervig war die Liebesgeschichte zwischen dem Missionaren und der Meerjungfrau. Zu kitischig. Nur am Schluss wartet eine kleine Überraschung. Noch bin ich mir nicht sicher, was ich von der Beziehung (oder was auch immer das ist) zwischen Jack und Angelica halten soll. Etwas übertrieben waren die sexuellen Anspielungen schon. Aber es lieferte neuen Nährboden für ein paar Jokes. Penelope Cruz gibt ihrer Rolle den nötigen Pfiff. Und im Gegensatz zu Elizabeth ist Angelica von Anfang an eher rauh und kampfbereit. Also kein verwöhntes Püppchen, dass sich zu schnell wandelt. Sie muss auch nicht alles machen, nur weil es keine andere Frau gibt. Etwas schade finde ich, dass es aus den anderen Filmen neben Jack Sparrow nur noch drei weitere Characktere gibt. Barbossa, Gibbs & Jacks Vater.  Mir fehlte wirklich die verrückte Crew.

Alles in allem ein netter Film. Mir persönlich reicht es ihn einmal im Kino gesehen zu haben, aber einen Platz in meiner DVD Sammlung wird er sicherlich finden. Ich habe ihn in 2D gesehen und muss auch dazu sagen, dass ich mir an keiner Stelle dachte: Die in 3D wär jetzt der Hammer gewesen. Als Tipp am Schluss: Nach dem Abspann gibt es eine weitere Szene, also sitzen bleiben 😉