Mansplaining – denn sie wissen immer alles besser

Mansplaining bedeutet soviel, dass ein Mann seinem Gegenüber (meist Frauen) etwas (herablassend) erklärt, von dem er selber nur unzureichend Kenntnisse hat, in dem Glauben die andere Person (meist Frauen) weiß nichts darüber. Dabei wird entweder automatisch davon ausgegangen oder im schlimmsten Fall sogar einfach ignoriert, das die Frau in einem Thema Spezialistin ist, der Mann zwar nicht aber es dennoch besser weiß. Ja, jetzt kann man sagen, arrogante Menschen gibt es überall, Mansplaining kommt aber häufig unterschwellig vor und passiert den Besten. Es ist der Ausdruck dessen, dass Frauen seit jeher als schwach und ahnungslos galten. Und nur weil eine Frau einen Doktortitel hat, hat sie doch damit nicht mehr Ahnung als ein Mann, der den Wikipedia Artikel dazu gelesen hat. OK, das ist ein krasses Beispiel (was aber schon vorkam).
Ich habe Mansplaining meist eher auf persönlichen Ebenen erlebt, bei denen man meinen Aussagen einfach nicht geglaubt hat. Seien es solche Sachen darüber wie ich mich fühle, was ich meine etc. Ein neuer Kollege hat letztens mit und unseren Kolleginnen erklären wollen was die Gehry Bauten sind, bzw wo diese stehen. Unser Büro liegt um die Ecke, man sollte also davon ausgehen, wir wüssten das. Natürlich meinte der Kollege das nicht böse, aber ich bezweifle stark, dass er es auch getan hätte, wenn seine Gegenüber Männer gewesen wären.
Mansplaining kommt also oft einfach unterschwellig vor und ist meist nicht mal böse gemeint. Liebe Männer, achtet einmal darauf und liebe Frauen, fällt es euch auf, dann weißt die Männer ruhig darauf hin (Achtung, ihr könntet einige Egos verletzten 😉 ).

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Kommentare
  1. […] Silbereule – Miene Gedanken zu: Diesem komischen Feminismus Kram […]

  2. Miri sagt:

    Ich mag Agent Carter. Die Hauptfigur ist eine Frau die sich durchsetzen kann. Die Serie spielt Ende der 40er und natürlich bekommt sie von den Männern immer erzählt, dass sie nichts anderes kann als Kaffee kochen und Ablage machen „weil wir nicht mehr im Krieg sind“. Und sie setzt sich darüber hinweg. Und tatsächlich sind ihre Hauptgegnerinnen, die einzigen, die ihr halbwegs ebenbürdig sind, Frauen. Und ich mag die Lovestory, die sich am Ende entwickelt (auch wenn sie sich vorher immer wieder andeutet). Aber ja, in den meisten Filmen und Serien ist das Frauenbild sehr zweifelhaft bis sexistische Kackscheiße. Es gab mal ein Projekt wo die Sätze/Wörter und Bildzeit von Frauen in Oscarprämierten Filmen gezählt wurde. Das Ergebnis war schockierend.

    • silbereule sagt:

      Stimme, Agent Carter (die Serie) war toll, sie ist ein super Vorbild. Danke für das positive Beispiel.

      • Dana sagt:

        Joss Whedon halt. Der hatte ja immer schon starke Frauen in seinen Serien. 🙂

      • silbereule sagt:

        Ja, aber ich bei ihm auch vorsichtig, nachdem rauskam, dass er bei Buffy mit mehreren Schauspielerin etwas hatte und seine Frau betrogen hat. Sie hat damals seinen Brief veröffentlicht und es klang alles nach „ich bin ja auch nur ein Man“

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