An diesem Beitrag arbeite ich nun schon ziemlich lange, genauer gesagt seit dem 08. März, also dem Internationalen Frauentag. Ja, der Plan war passend zu diesem Tag etwas dazu zu veröffentlichen. Hat wunderbar geklappt, ne? Aber warum habe ich das nicht und warum will ich überhaupt noch was zu dem Thema schreiben, obwohl es schon so viele Artikel und Beiträge dazu gibt? Mir ist es halt einfach wichtig, zu wichtig, als dass ich es in meinem Kopf lassen und nur bei einzelnen Gesprächen Stücke davon preis zugeben. Was nicht heißt, dass ich keine Diskussionen mehr darüber führen möchte. Bitte, gerne, immer, egal ob nüchtern oder nach ein paar Bierchen, Weinchen oder Ginchen.

Der Text ist auch sehr lang geworden, daher habe ich ihn geteilt und verlinke die einzelnen Abschnitte. (ungefähre Lesezeit 20 Minuten insgesamt). Und ich habe tatsächlich noch lange nicht alles aufgeschrieben was mir so durch den Kopf geht und es wird wohl immer was dazu kommen, denn auch ich lerne noch dazu. Ich habe auch bei der Recherche hierfür einiges gelernt und das möchte ich auch an euch weiter geben, daher ist das hier eine wilde Mischung aus ein paar Anektdoten, einigen Fakten und meiner puren Meinung. Und vlt regt einiges ja auch zum nachdenken an.

Eines Vorweg – ich schreibe oft über „die Männer“ und „die Frauen“. Natürlich will ich keine Verallgemeinerung, es geschah im Sinne der Einfachheit. Ich kenne viele großartige Männer und ich weiß, dass nicht alle Männer so sind. Wer sich hier dennoch angegriffen fühlt sollte einmal nachdenken warum.

Die einzelnen Themen:

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Und ich glaube ich bin zu alt für diesen Scheiß.

Eine kurze Zusammenfassung meiner Gedanken

Oh, wow, direkter Einstieg mit einem fröhlichen Lied übers Abschlachten von Menschen und nein.

Der Film strotzt nur so vor Klischees. Die „starke“ Frau, der Mann der Dank ihr sich ändert, der Bösewicht, der Handlanger des Bösewichtes

Die Engländer sind ziemliche Idioten. Also wirklich alle

Ja, ok, ich shippe Pocahontas und ihre BFF. Noch wer?

Mit Magie kann man wohl alles lösen und erklären (ja, ja, Disney Film, bla)

Nein, der Hund und der Waschbär sind nicht witzig. Und der arme Kolibri.

Warum will dieser eine Krieger Pocahontas eigentlich heiraten? Sie reden nicht einmal miteinander….

Mag wirklich jmd John Smith??? Er ist das Paradebeispiel für Mansplaining und liefert den Grundstein für jede toxische Beziehung.

Ohne Scheiß – das fand man damals alles in Ordnung???? Jetzt weiß ich warum so viele meiner Generation keine Ahnung von gesunden Beziehungen haben.

Nein, das Ende macht es nicht besser. Der Film war für mich eine komplette Zeitverschwendung. Er ist auf vielen Ebenen höchst problematisch, John Smith ist und bleibt ein Idiot. Bei so vielen Filmen wird gerade über eine Aufarbeitung diskutiert, sollte man bei Pocahontas unbedingt machen. Bin ich froh, dass ich diesen Film nicht als Kind gesehen habe… Pfff

Eine Auseinandersetzung mit den Gegenargumenten zur Frauenquote

Eigentlich wollte ich einen Pro & Con Beitrag zur Frauenquote machen, aber nun ist es doch anders gekommen. Ich bin hier nicht objektiv, daher werde ich mich auf die Top-Gegenargumente, die ich so mitbekommen habe, eingehen und meinen Senf dazu sagen. (Sorry, not sorry).

Vorab noch ein paar Fakten dazu. Zum einen wo die Frauenquote vorkommt (Politik & Wirtschaft), welche Modelle es in den jeweiligen Bereichen gibt und noch so ein paar historische Fakten. Wen das nicht interessiert kann direkt auf die Zweite Seite springen 😉

Frauenquote – Auszug aus Wikipedia

Frauenquote (und allgemein Geschlechterquote oder Genderquote) bezeichnet eine geschlechterbezogene Quotenregelung bei der Besetzung von Gremien oder Stellen. Der angestrebte Zweck der Frauenquote ist die Gleichstellung von Frauen und Männern in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur.
(soweit so klar)

Arten / Modelle der Frauenquote

Es gibt jede Menge Formen / Arten der Quoten. Manche sind sinnvoller als andere.
Es gibt unterschiedliche Vorgaben der rechtlichen Bindung, der Verfahren und der Bezugsgrößen, die alle zu erläutern würde den Rahmen sprengen, entschuldigt bitte.

Ich werde mich daher kurzfassen und auf die absolute und die relative Quotenregelung eingehen.

Absolut
Bis die Quote von der festgelegten % erreicht ist werden Frauen bevorzugt eingestellt. Diese Regelung wird kritisch angesehen, dass sie Männer diskriminiert. Denn dadurch werden männliche Bewerber gar nicht erst zugelassen, egal wie qualifiziert sie sind.

Bei der absoluten Regelung unterscheidet man noch zwischen der harten Quote und der weichen Quote.
Bei der Harten dürfen nur so viele Männer gewählt / besetzt werden, wie Frauen. Gibt es also 10 Stellen dürfen erst dann 5 Plätze an Männer vergeben werden, wenn es auch 5 Frauen gibt. Können z.B nur vier Frauen überzeugen, dann dürfen nur 4 Männer eingestellt (gewählt) werden, die beiden anderen stellen bleiben so lange unbesetzt.
Bei der Weichen dürfen bei z.B. einer 50% Quote auf, die hälfte der Plätze nur Frauen kandidieren. Gibt es also 10 Plätze dürfen sich auf 5 Plätze nur Frauen bewerben, auf die anderen 5 Plätze (auch) Männer. Findet man dann 5 Männer und 4 Frauen bleibt ein Platz unbesetzt, ein 6. Mann wäre nicht zulässig.

Relativ
Ganz simpel- bei gleicher Qualifikation ist die weibliche Kandidatin vorzuziehen, bis der Frauenanteil erreicht ist.
Kritikpunkt an dieser Regelung ist häufig, dass es zu viel Spielraum lässt und so Männer dennoch bevorzugt eingestellt werden.

Frauenquote in der Politik

Bisher konnte ich zwei Arten, wie eine Frauenquote in der Politik umgesetzt wird, ausfindig machen.

Zum einen eine Quote nach dem Reißverschlussprinzip:
Das Prinzip ist recht simpel zu verstehen, zumindest für diejenigen, die öfter einmal in einem Stau standen. Auf einen Mann / eine Frau folgt ein/e Kandidatin des jeweils anderen Geschlechtes.
Klingt an sich logisch. Bei kleineren Parteien, die oft nur ein Mandat vergeben können, führt es aber (logischerweise) nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Denn der 1. Kandidat ist zumeist immer noch ein Mann. Bei ungeraden Plätzen werden so dennoch immer wieder Männer mehr wichtige Sitze einnehmen.

Zum anderen gibt es da noch das Tandem Modell
Nach diesem Modell werden je Partei & Wahlkreis jeweils ein Kandidat und eine Kandidatin zusammen an. Damit es dadurch nicht zu doppelten Mandaten kommt werden dafür die Wahlkreise halbiert. Dies funktioniert in Frankreich bei Regionalkreisen sehr gut.
Ich finde das Modell sehr spannend. Nicht nur, weil die Quote gut erfüllbar wäre, sondern auch weil ich den Gedanken mag, dass hier in Teamarbeit regiert wird. (Ja, ja, ich denke naiv. Lasst mich). Allerdings denke ich auch, dass dieses Modell nur auf regionaler Ebene funktionieren kann. Oder könnt ihr euch zwei Bundeskanzler vorstellen?

Frauenquote – kein neuer Gedanke
Zumindest in Deutschland gab es die erste Frauenquote in einer Partei schon 1932. Die KPD beschloss damals, dass 1/3-1/4 der Bezirksleitung von Frauen („Genossinnen“) übernommen werden sollen. 
Die Grünen haben direkt bei ihrer Gründung 1979 eine Frauenquote festgelegt, nach der min. 50% aller Mandate und Parteiposten durch Frauen besetzt werden müssen. Ganz schön schlau, dass direkt zu machen, so kann am Ende keiner jammern.
Auch die Linke hat eine Frauenquote von 50%.
Die SPD dagegen (die es natürlich auch schon länger als die Grünen gibt) tut sich mit der Frauenquote doch noch schwer. Erst 1988 wurde eine Quote von 33% beschlossen (für Ämter und Mandate), 98 wurde diese auf 40% angehoben.
Die CDU dagegen hat 1996 ein Frauenquorum eingeführt (eine abgeschwächte Form der Quote ), plant aber nun eine Quote, die sich stufenweise erhöhen soll (2021 30%, 2023 40% und 2025 dann voll Parität, also ein gleichmäßiges Verhältnis).
Die FDP und die AfD haben aktuell keine Frauenquote und scheinen dies auch nicht zu planen.

Auswirkung der Frauenquote der Parteien
Die Einführung einer Frauenquote in einzelnen Parteien sorgte auch dafür, dass der Frauenanteil im Bundestag anstieg. Während es jahrzehntelang einen Frauenanteil von 6-max 10% gab, gab es nach ca. 9 Jahren konstanter Steigerung doch schon *hust* einen Anteil von 31% im Jahr 1989. Seitdem ist der Anteil aber nicht wirklich gestiegen, sondern pendelt immer zwischen 31-37%. Also hat sich seit 31 Jahren die Präsenz von Frauen nicht wirklich geändert und das trotz einer weiblichen Bundeskanzlerin. (ich fühle mich so richtig gut repräsentiert… nicht).

Aktueller Anteil im Bundestag (Stand Juli 2019)
Insgesamt hat der Bundestag momentan einen Frauenanteil von 31,2%.
Dieser teilt sich wie folgt auf:

CDU/CSU: 20,73%
SPD: 42,76%
AfD: 10,99 %
FDP: 22,50%
Linke: 53,62%
Grünen: 58,21%
fraktionslos: 25% (zugegeben, bei halt wenigen Mandaten).

Interessant finde ich hier zwei Dinge. Zum einen ist der Frauenanteil bei linken Parteien doch um einiges größer. Zum anderen übererfüllen die Parteien, die eine Quote haben diese sogar, besonders die Grünen, die ihre Quote halt schon von Anfang an haben. Das es bei den Parteien ohne Quote so aussieht kann viele Gründe haben. Werden Frauen hier daran gehindert oder haben Frauen kein Interesse an solchen Parteien?

Frauenquote in der Wirtschaft

Im März 2015 wurde vom Bundestag das „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst“ beschlossen, nachdem eine Frauenquote von 30% in Aufsichtsräten eingehalten werden muss, die ab 2016 neu besetzt wurden. Dies gilt für mitbestimmungspflichtiger und börsennotierter Unternehmen.
Alle anderen Unternehmen sind dazu verpflichtet sich ein eigenes Ziel zu setzen, ohne Mindestvorgabe.
Das Gesetzt sieht hier aber nur Aufsichtsräte vor, nicht Vorstände. Und das merkt man leider auch. Mit Stand 2019 waren die Frauenanteile in Aufsichtsräte gestiegen, auf 32% (Vor dem Gesetz lag der Anteil bei 21,9%), bei Vorständen liegt der Frauenanteil bei 8,7 %.
Eine geplante Quote von 50% für Vorstände bleibt bisher unerfüllt und steht immer wieder zur Diskussion.

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…. ein Erfahrungsbericht über das „Alleine-Reisen“ und ein bisschen was zu einer der schönsten Städte Europas schreiben.

(wem der ausführliche Bericht zu lang ist, der kann ganz unten zum Fazit scrollen, wo ich auch ein paar Brügge Empfehlungen aufgelistet habe)

Schon seit einige Zeit, bzw immer mal wieder, kam der Gedanke bei mir auf, einfach mal alleine zu verreisen. Ein bisschen „Me-Time“, etwas aus der Komfort-Zone raus. Das, plus dass ich nicht immer jmd finde, der / die mit möchte oder kann haben mich dazu bewegt es endlich mal anzugehen. Denn, als ich mir überlegte was ich in den zwei Wochen Urlaub, die anstanden, machen wollte stand für mich eines fest: „Bloß nicht wieder zu Hause rumgammeln“.

Ein paar Tage vor Brügge hatte ich übrigens das genaue Gegenteil, ein paar tolle Tage in den Haag mit eine Haufen sympatischer Chaoten und da war ich quasi nie alleine. Einen Reisebereicht darüber spar ich mir, aber wen es interessiert kann es bei Foxxy nachlesen. Aber dafür kann ich ziemlich gut Vergleiche ziehen.

Als ich den Entschluß gefasst hatte das jetzt doch endlich mal durch zu ziehen stellte sich die eine große Frage – Wohin? Ok, auf Grund von Corona war die Auswahl eh etwas eingeschränkt, meine erste Wahl Dublin fiel alleine deswegen schon raus, weil man sich in Irland zwei Wochen nach der Einreise in Quarantäne begeben muss (zumindest als ich buchen wollte) und das macht bei 4 Tage Aufenthalt irgendwie keinen Sinn. Aber wo, in Europa, wollte ich noch schon immer hin und hatte es noch nicht geschafft? Mir fiel Brügge ein, weil eine Freundin dort erst war und natürlich wegen dem Film „Brügge sehen und sterben“ (absolute Empfehlung).

Und dann ging es los mt der Plaung. Lieber Hotel, Pension, Hostel oder AirBnB? Ich entschied mich für ein AirBnB, was sich als echter Glücksgriff erwies. Wer in Brügge eine Unterkunft sucht sollte sich bei Hans und Reinhard melden. Hans hat mich gleich vorab mit vielen Informationen versorgt und auch zwischendrin nachgefragt, ob alles in Ordnung war. Beide haben meine einzige Kritik sehr gut aufgenommen (ich wurde in der Nacht von Mücken zerstochen, ich habe also ein Fliegen-Netz empfohlen). Und ie hinkommen? Die Bahn ist momentan unfassbar teuer (teurer als sonst und ja, das geht), ein Auto habe ich nicht. Also mit dem grünen Bus. Das war sowohl vom Zeitaufwand, als auch vom Preis her völlig in Ordnung.

In Brügge angekommen habe ich mich ersteinmal orintiert und meine Unterkunft gesucht und mich dabei einfach schon in die Stadt schock-verliebt. Ich stand dann da, mit meinem Trolly auf einer Brücke und habe erst einmal einen Schmetterling beobachtet.

Nachdem ich mein Zimmer bezogen hatte, den unfassbar tollen Ausblick genoßen habe bin ich auch schon los. Auf gehts los, dachte ich mir. Und landete in leeren Gassen. Wie seltsam ruhig es war. Es war wirklich fast niemand auf den Straßen, es fuhren kaum Autos. Ohne einen Plan bin ich also erst einmal los, habe aber später doch Google-Maps zur Hilfe genommen um mich zu orientieren. Ehrlich gesagt hatte ich ganz schön Hunger. Ich hätte mir da eigentlich früher was raussuchen sollen, aber ich dachte mir „bei über 500 Restaurants wirst du schon was finden“. Ja….falsch gedacht. Ich hatte eine viel zu teure Pizza, die nicht wirklich gut war. Aber die Kellnerin war sehr bemüht, das muss ich sagen. Start fing also so semi an, aber ich war immer noch verzaubert von der Stadt. Die Suche nach was Essbaren hatte auch den netten Nebeneffekt, dass ich mich direkt in der Innenstadt umgesehen hatte.

Da der Bergfried für den Tag schon ausgebucht war, bin ich in das Gebäude (quasi) nebenan, ins Historikum. Dies ist eine mediale Führung durch das Brügge zur Zeiten des Künstler von Jan an Eyck. Es wird eine Liebesgeschichte im Jahr 1435 erzählt und man erhält einen schönen Einblick in das Leben von damals.  Danach habe ich mir ein Bier im Duvelorium Grand Beer Café gegönnt, mit Blick auf den Markt. Anschließend bin ich weiter durch die Gassen gezogen. Ich hatte mir vorab einen Reiseführer, in der zwei Touren durch Brügge beschrieben werden, zugelegt und folgte der ersten Tour mal mehr mal weniger. Ziemlich spontan machte ich eine Bootstour, da mir diese von vielen Seiten empfohlen wurden und ich mag Wasser einfach. Aber ich kann es nicht empfehlen, gerade in der Corona Zeit nicht. Die Boote werden nämlich trotzdem voll gepackt, man solle doch bitte aufrücken. Da Brügge sonst sehr vorbildlich mit der Situation umgeht (in der Innenstadt muss auch draussen immer eine Maske getragen werden) hatte mich das schon verwundert.
Danach bin ich weiter der Tour gefolgt (so etwas), habe mich aber immer wieder durch Kleinigkeiten ablenken lassen. Meinen ersten Abend habe ich gemütlich mit Bier und Chips, einem Buch und einer Serie beendet.

Der zweite Tag war tatsächlich direkt besser (und das obwohl der erste nicht wirklich schlecht war). Ich hatte mir ein Lokal mit eine guten Frühstücksangebot rausgesucht (davon gibt es in Brügge eine Menge) und OmG, war das gut. Mein Bedürfniss nach Food-Porn-Bildern konnte ich hier definitv befriedigen. (Bilder folgen unten). Da Brügge voll vo Kirchen, Wasser, Gassn ist bestand mein zweiter Tag genau daraus. Mittags bin ich dann zum Bergfried. Ich wollte auf den berühmten Turm. Ja, ok, ich ha Höhenangst, aber nur wenn es wackelt oder es offen ist. Das ist ein geschlossener Turm, das wird schon. … Wurde es nicht. In meinem eifer hatte ich völli übersehen, dass ich sowas noch nie alleine gemacht habe und hab auf der Hälfte erst einmal eine schöne Panik-Attacke bekommen. Weil… keine Ahnung… es windig war. Da stand / saß ich nun, um mich herum das Gemäuer, traute mich nicht weiter hoch, hörte den Wind pfeifen, versuchte einen Heulkramkpf zu unterdrücken (auf keinen Fall sollten die anderen Touris mich heulen sehen, weil ich bin doch eine starke, unabhängige Frau). Aber runter wollte ich auch nicht (Stark & Unabhängig!!!). Aber nachdem die Panik nur bei dem Gedanken weiter hoch zu müssen immer wieder kam bzw ich eine neue Panik vor der Panik entwickelte bin ich tief geknickt wieder runter und gönnte mir erstmal ein Stück Kuchen (The Gulliver Tree, super lecker und gemütlich).
Und so schaute ich mir weiter die ungefährlichen Gassen und Kirchen und Grachten an, genoß den Tag, spazierte an Mühlen vorbei. Abends ass ich in einem sehr coolen Lokal, Backstein-Wände, etwas Rock-Musik, Kerzenschein und unfassbar leckeres Essen (Lokkedize). Vlt weil ich alleine war, aber ich genoß alles. Und der Kellner war super nett, sprach mit mir soweit es ging deutsch und alles in allem war es ein schöner Abend.
Was man einmal gemacht haben muss ist Brügge bei Nacht sehen. Die eh schon wundervolle Stadt bekommt dann noch einmal einen ganz neuen Charme.

Ok, dritter Tag. Mit beiden Touren aus dem Buch war ich fast durch. Was also tun? Zum Glück ist Brügge voll mit Museen. Nach einem tollen Frühstück im „Books and Brunch“ (es ist genau das wonach es sich anhört und toll) bin ich in die Chocko-Story, also dem Schokoladen-Museum von Brügge. Ja, ich weiß – Köln hat auch eines und d wll ich auch mal wieder rein, aber Belgien ist eben bekannter für Schokolade als Deutschland (leugnen bringt hier nix) und danach in die Beer-Experience, also dem Biermuseum mit anschließendem Bier-Tasting. Beides super interessant und ehrlich mal – Schokolade & Bier – was will man denn noch mehr?
Da ich tatsächlich auch ein paar Souvenirs (also Schokolade) kaufen wollte bin ich auf Empfehlung meines Gastgebers noch zu Choclate Line gegangen. Meine Güte, das war ein Fehler. Der Laden ist viel zu cool und man gibt da so schnell Geld aus. Habe ich zu viel gekauft? Ja, vlt. Bereue ich es nicht noch mehr gekauft zu haben? Ja, auf jeden Fall. Ich muss da nochmal hin. Denn „Choclate is Rock’n’Roll“

Meinen letzten halben Tag habe ich dann genutzt und bin noch in die Salvador Dali Ausstellung gegangen, die ich aber nur empfehlen kann, wenn man großer Fan des Künstlers ist und Originale sehen oder sogar erwerben will. Wer etwas über ihn erfahren will muss sich durch einen Schnell-Hefter wühlen, wobei die Anordnung der Bilder & Skulpturen nicht mit der Reihenfolge in der Mappe übereinstimmen. So hatte ich da leider wenig Spaß dran. Nach einem weiteren Spaziergang durch die Stadt einer belgischen Waffel habe ich mich dann auch schon auf den Heimweg gemacht. Es waren schöne Tage, definitiv.

Fazit Brügge + Tipps

Brügge ist schön, eine, wenn nicht die, schönste Stadt Europas. Brügge hat im Grunde Glück im Unglück gehabt, denn sie hat nicht von der Industrialisierung profitiert und wurde in den Kriegen größtenteils verschont. Das sieht man an jeder Ecke. Und trotz der, für die kleine Stadt, vielen Menschen ist Brügge sehr sauber. an den Grachten und in den Parks stehen überall grüne Stühle, die zum Verweilen einladen. Mit einem Bierchen am Wasser sitzen ist hier definitiv kein Problem. Und ja, die Stühle werden nicht demoliert oder ins Wasser geschmissen.

Brügge – eine klingende Stadt

Anders kann ich es nicht bezeichnen. In Brügge gibt es viele Kirchen und mit ihnen viele Glocken. Es ist quasi egal wo man ist, irgendwann hört man immer eine und sei es daß Glockenspiel vom Bergfried. Aber es ist nicht störend. Im Gegenteil, es passt sich wunderbar in das ruhige Stadtbild und verleiht es etwas noch friedlicheres. Das Bild einer Musikstadt wurde noch verstärkt, als ich eines Abends auf dem Weg zurück zum Zimmer Musik hörte. Aus Neugier und Konzertentzug bin ich der einfach gefolgt und stand dann vor einem großen Gebäude in dem anscheinend geprobt wurde. Ich stand da einfach vor und hab zugehört. Ein zweites Erlebnis war eine Gruppe von Jugendlichen, die auf dem Marktplatz mit Gitarren stand / saß und bekannte Lieder spielte und sang. Klar, Straßenmusiker gibt es überall, aber waren sie so im Mittelpunkt und es störte keinen. Man kam zusammen (mit Abstand natürlich) und hörte einfach zu.

Es lohnt sich auf jeden Fall die Stadt zu besuchen. Aber Brügge ist auch sehr teuer. Ein Gericht unter 10€ findet man im Grunde nicht, die Museen bewegen sich auch alle um die 10-13 €. Man sollte also Brügge nur mit genug Reisebudget machen, sonst kann man es nicht genießen.

Empfehlungen:

  • Bergfried (zeigt mir, dass ihr mutiger seid als ich)
  • Historikum
  • Beer Experince
  • Chocolate Story
  • Durch die kleinen Gassen wandern
  • An den alten Mühlen vorbei gehen
  • Gemütlich an einer Gracht sitzen, ein Buch lesen und die Zeit genießen
  • Brügge Nachts
  • Ein Stück Kuchen im „The Oliver Tree essen“
  • Dinner im Lokkedize
  • Frühstück im Books and Brunch (und dann natürlich Bücher schmökern)
  • Pralinen von Chocolate Line (Hans hatte mir noch Spegelaere empfohlen, da hab ich es aber nicht hingeschafft)
  • Wer noch etwa Zeit hat – das Meer ist nicht weit (auch das hab ich nicht geschafft)

Nicht empfehlenswert:

  • Die Salvador Dali Ausstellung
  • Die Bootstour
  • Irgendwelche beliebigen Restaurants (hier gibt es einige, die teuer sind, aber wenig Qualität bieten)
  • Genau wie einige der Chocolate Stores.

Fazit – Alleine Reisen

Tatsächlich hatte ich es mir schlimmer vorgestellt. Aber ich habe mir auch vorher Tipps besorgt. Das wichtigste ist vorab einen Plan zu haben, was man machen möchte, mit genug Freiraum diesen zu ändern. Denn der Freiraum ist das, was für mich die Erfahrung am besten gemacht hat. Es war egal, dass ich 10 Minuten einen Schmetterling beobachtet habe oder dass ich statt zurück ins Zimmer in die andere Richtung gelaufen bin, weil von dort Musik kam. Ich konnte mir Museen ansehen, die mich interessiert haben und es konnte mich keiner drängen, mich endlich für ein Restaurant zu entscheiden. Alles lag an mir. So konnte ich mich auch einfach mal ans Wasser setzen und lesen. Auf der anderen Seite muss ich aber sagen, dass es mir schon gefehlt hat mich mit anderen über meine Eindrücke auszutauschen und gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen zu haben. Und ich hatte schon ein Problem damit nur mit Menschen zu reden, wenn ich etwas gekauft oder bestellt habe (vlt hab ich deswegen so viel Geld ausgegeben 🤔). Ich bin einfach gerne mit anderen Menschen zusammen, auch wenn ich dann selbst nicht viel rede. Da ich aber auch zu schüchtern bin um einfach so neue Leute kennenzulernen konnte ich mein Bedürfnis nach Kommunikation nicht wirklich befriedigen. Als mich eine Freundin fragte, ob ich Spaß habe wusste ich ehrlich gesagt nicht was sagen soll. Denn ja, ich hatte eine gute Zeit, aber ich würde es nicht als Spaß bezeichnen.

Würde ich wieder alleine reisen? Ja, aber nur wenn ich irgendwo hin will und sonst keinen finde. Zum Glück sind einige meiner Freunde genauso reiselustig. Eine Alternative wären noch Reisegruppen, z.b. mit Sprachreisen. Auch das ist etwas, was ich evtl noch machen werde. Ist nur momentan einfach alles ein bisschen schwieriger.

Wer mich kennt, weiß ich bin großer Harry Potter Fan. Ich besitze alle Bücher, alle Filme, schaue diese immer wieder, habe in meiner Wohnung einiges an Harry Potter Merchandise, eine Deathly Hallow Kette und vieles mehr.

Noch heute steht die Harry Potter Reihe für Freundschaft und Gleichberechtigung, für viele hat Rowling eine magische Welt geschaffen, deren Teil man gerne wäre, eine Welt die wir in die reale soweit möglich übertragen haben. Harry Potter, man kann es nicht anders sagen, hat eine ganze Generation geprägt und die Fans sind durch die Bank weg divers.

Leider hat J.K. Rowling durch ihre letzten Aussagen hinsichtlich Transsexuellen, deutlich gemacht, dass sie selbst nicht so tolerant gegenüber anderen ist wie sie sich gerne darstellt. Für mich besonders schlimm dabei, dass sie das alles unter dem Deckmantel des Feminismus getan hat, dabei aber übersehen hat, was Feminsmus eigentlich bedeutet und was das Ziel ist.*

Auf Grund dessen kam es bei mir und meinen Freunden einige Male nun zu Diskussionen und dabei kam auch auf, dass nicht nur Rowlings jüngsten Aussagen kritisch sind, sondern auch einige Aspekte in den Büchern.

Dinge, die mir als weißer Frau gar nicht so aufgefallen sind (leider), bei denen ich mich aber heute an den Kopf fasse und mir denke, wieso dem nicht so war. Denn so divers die Harry Potter Fans sind, die Charaktere sind es leider nicht. In den Büchern gibt es keine Homosexuellen (ja, ja, Dumbledore, aber das kam erst im Nachgang) oder andere Sexualitäten und gerade die Zeit der Pupertät würde da so viel zu erzählen bieten und es gibt auch fast nur weiße. Hermine wurde erst im Theaterstück schwarz, in den Büchern wurde ihre Hautfarbe dagegen nicht beschrieven, nur ihre Haare, die auf alles hindeuten können. Rowling hat auch hier wieder im Nachhinein etwas angepasst, bzw ist auf einen Zug aufgesprungen, mit dem sie ihre Vielseitigkeit zeigen wollte, die sie aber gar nicht besitzt. Denn ich glaube ihr es einfach nicht, dass sie sich das alles vorher schon überlegt hatte.

Die wenigen Figuren, die nicht weiß sind erfüllen sowohl in den Büchern, als auch den Filmen einige Klischees. Bestes Beispiel, dass viele von euch bestimmt schon mitbekommen haben, ist Cho Chang, Harry Potters erste Freundin. Natürlich ist sie als Asiatin in Ravenclaw, in den Filmen steht sie natürlich auch unter dem Druck ihrer Mutter und wegen ihrer Noten. Aber dazu kommt noch ihr Name – Klischeehafter (und rassistischer) geht es kaum. Cho Chang sind im koreanischen beides Nachnamen. Im Chinesischen gibt es diese Namen auch, ergeben zusammen aber keinen Sinn (zumindest nach meinen Recherchen, bitte verbessert mich, wenn ich falsch liege). Rowling selbst gab zu, dass sie sich über den Namen keine Gedanken gemacht hat, sondern einfach irgendwas asiatisch-klimgendes genommen hat. Sie war einfach zu faul und zu sehr in ihrer „weißen“ Blase um die Problematik dahinter zu erkennen.

Auch schwierig, sogar noch schwieriger, empfinde ich die Beschreibung der Kobolde in der Harry Potter Welt. Diese, sowohl die körperliche, als auch charakterliche, ist sehr ähnlich der antisemitischen Beschreibung der Juden von Nazis.

Und während ich mich weiter mit dem Thema beschäftige kommen immer neue Dinge dazu. Übergewicht? Nur was für die Bösen.

Dagegen muss man halten, dass die Botschaft der Bücher zu Akzeptanz und Respekt immernoch vorhanden sind und es auch einige gute Beispiele und Mataphern gibt. So steht der Werwolf Fluch für HIV Infizierte. Für den Fluch (aka Krankheit) kann niemand was, aber leider werden betroffene Menschen nach wie vor ausgegrenzt. Oder die Dementoren, die ein Sinnbild für Depression darstellen. Oder auch, dass eine Freundschaft zwischen Junge und Mädchen einfach ganz normal funktionieren kann (Harry und Hermine), man auch Menschen, die irgendwie anders sind lieb gewinnen kann (Luna), dass man reifen, sich entwickeln kann. Alles tolle Botschaften und wie gesagt – die Fans sind großartig.

Aber kann ich, als jmd der sich gerade selbst aus der eigenen Blase versucht zu befreien, weiterhin Harry Potter Fan sein? Kann ich mein Hogwarts Kleid noch tragen?

Ich überlege schon länger mir ein Harry Potter Tattoo stechen zu lassen, zum einen weil.ich wie gesagt die Welt an sich toll finde und es mich geprägt hat, zum anderen auch als Zeichen für mich was ich bei mir schon erreicht habe. Geplant ist (war) ein Dementor, der von einem Patronus Zauber besiegt wird.

Aber kann ich das noch, wo mich nun so einiges stört und mir immer mehr auffällt ohne weiteres tun?

Natürlich kann man Rowling von ihrem Werk abtrennen. Einige Fans haben das auch schon getan. In einem Video auf TikTok wurde sehr direkt gesagt, dass Rowling kein Teil ihrer geschaffenen Welt mehr ist. Und ja, fast alle Fans, viele Darsteller der Filme haben sich von Rowlings Aussagen distanziert. Aber die Bücher sind nun mal so wie sind.

Ich bin ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Ich mag die Bücher und Filme immer noch, wenn ich sie jetzt auch kritischer sehe, ich liebe die Welt die wir Fans uns hier aufgebaut haben. Aber ich kann es dennoch nicht einfach ignorieren, dass es nunmal einige Punkte gibt die nicht, aber so.gar nicht, in Ordnung sind.

Was meint ihr? Können wir noch mit Stolz Fans sein? Seht ihr die Dinge, die ich als kritisch empfinde auch so oder als gar nicht so schlimm?

* Auf den Punkt was das ganze mit Feminsmus zu tun hat bin ich, um den Rahmen nicht zu sprengen, nicht weiter eingegangen. Wen es interessiert darf mich aber gerne anschreiben.

Nach etlichen Monaten konnte ich diese Woche doch tatsächlich mal wieder ins Kino. Zusammen mit einer Freundin gingen wir in das Bambi in Düsseldorf um uns dort den Film „Als wir tanzten“ von Levan Akin anzusehen.

In dem Film verfolgen wir den Weg von Merab, einen georgischen Tänzer, der auf einen Platz im Hauptensemble vom Georgian National Ensemble hofft, dabei aber nicht nur auf einen (neuen) Rivalen trifft, der besser ist als er, sondern zu dem er sich auch noch (sexuell) hingezogen fühlt. Der „Neue“, Irakli, stellt schnell Merabs Leben auf den Kopf. 

Okay, ich bin ehrlich. Ich hatte mich vorab nur wenig mit dem Film beschäftigt. Klar, hatte ich gelesen, dass es ein Tanz- & LGBTQ Film ist. Auch kenne ich mich mit Georgien nicht aus, weder mit der Kultur noch dem Tanz. Entsprechend unvoreingenommen bin ich also ins Kino.

Und meiner Meinung nach war das auch völlig in Ordnung, denn der Film hat es geschafft mir dennoch ein Bild von diesem Land zu zeigen, ohne es zu schönigen oder komplett zu verteufeln. Georgien ist ein sehr traditionsbewusstes Land, was aber auch zu starker Homophobie führt. Diese wird im Film genauso unterschiedlich dargestellt, wie sie auch im realen Leben vorkommt. Von Anfeindungen von anderen Tänzern (ehrlich gesagt glaube ich, dass der eine davon aber auch schwul ist und es leugnet), über die Sorge seiner Tanzpartnerin, die eine Horror-Story nach der nächsten über Schwule zu hören bekommt, bis hin zu dem beschützenden Bruder, der die Ehre seines Bruders verteidigen muss. Alles dabei.

Der Film greift zwar ab und an ziemlich tief in die Klischee Kiste und ist an einigen Stellen etwas cringy, aber er zeigt auch ganz normale, menschliche Züge, ohne in ein Hollywood Drama zu verfallen. Als es mit den beiden anfängt ist Mareb hauptsächlich glücklich, weil verliebt und später besorgt, als sich Irakli nicht meldet. Aber es wird kein Selbsthass oder sonstiges gezeigt, für ihn scheint es normal, ja sogar befreiend zu sein. Er ist sich zwar seiner Sexualität nicht 💯 % sicher, aber es wird nicht einmal vermittelt, dass er es irgendwie als falsch empfindet. Dabei wird ein wenig offen gelassen,ob er sich schon einmal zu einem Mann sexuell hingezogen gefühlt hat oder nicht. 

Auch interessiert es Merab nicht, dass ihm immer wieder gesagt wird, er sei nicht gut genug, nicht männlich genug und müsse aufhören zu träumen. Er macht weiter, kämpft sich durch und am Ende stößt er zwar immer noch auf eine Wand des Unverständnis, aber er ist er selbst und es gelingt ihm eine Mischung aus Tradition und Moderne. Merab befreit sich von den gesellschaftlichen Zwängen, während andere sich ihnen unterwerfen. Das aber auf eine so feinfühlige und unterschwellige Art, dass es einen nicht direkt anspringt, sondern selbstverständlich scheint.

Schön ist auch die Entwicklung seiner Tanzpartnerin, die sich sorgt und eigentlich auch noch etwas anderes als tanzen wollte, ihn aber doch unterstützt und ihm eine Freundin durch und durch ist. An der Stelle zum Glück keine Klischee-Erfüllung.

Ein weiterer Punkt ist natürlich auch der traditionelle Tanz. Da ich privat viel tanze (Poledance forever) habe ich direkt in der ersten Szene gedacht „Oh, der wird bestimmt gleich kritisiert, da fehlt die Körperspannung“ und ja, so ähnlich kam es dann auch. Natürlich kenne ich den Tanz an sich nicht, aber gefallen hat er es mir definitiv, besonders der „Abschluss“ Tanz.

Natürlich merkt man, dass der Film keine High Ende Produktion ist, aber das muss er nicht. Meine einzigen Kritikpunkte wären, dass er zwischendrin eben sehr klischeehaft wird (das aber an anderen Stellen wieder ausgleicht) und man leider auch merkt, dass die Darsteller Tänzer sind und keine Schauspieler.

Dennoch kann ich den Film empfehlen, wenn man offen für das LGBTQ Thema ist (keine Sorge, der Film kommt ohne explizite Sexszenen aus) und sich auch einen Film anschauen kann, der nicht in USA oder England spielt.  Und will ich jetzt, zumindest einige Elemente, des georgischen Tanzes lernen? Aber sowas von. 🙋‍♀️

Warum eigentlich Silbereule?

Veröffentlicht: 28/07/2020 in persönliche Erlebnisse
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Ja, diese und ähnliche Fragen wurden mir schon öfter gestellt. Warum Silbereule? Wieso dieses Tier? Wieso überhaupt eines und warum Silber und nicht Gold?

Um dies zu beantworten reisen wir einmal zurück in eine Zeit lange vor Facebook und anderen sozialen Netzwerken, sogar vor SchülerVZ, noch etwas vor MySpace. Damals war, zumindest bei uns auf der Schule, eine Chatplattform namens Knuddels das beliebte Medium um in Kontakt zu bleiben (weil real treffen ja uncool war), aber vorallem um neue Menschen zu treffen. Na, wer kennt die Seite noch? Wer nicht kurz eine Erklärung : Knuddels ist eine Chat Seite (sie existiert sogar immer noch), damals mit vielen verschiedenen Räumen zu allen möglichen Themen. Es gab für alles einen Raum, für Serien, Filme, Hobbys aller uvm. (ich hing übrigens damals im Raum „Vampire“ ab und wir hielten uns für unglaublich cool und anders, weil böse *urgh, argh*.

OK, aber was hat denn jetzt eine Seite, die schon häufig in der Kritik stand Pädophile anzulocken und wenig dagegen vorzugehen, damit zu tun? Viele ahnen es schon, da wurde mein Nickname geboren.

Nachdem sich viele meiner Freunde und Klassenkameraden*innen dort angemeldet hatten wollte ich natürlich auch mitmachen. Auf der Suche nach einem Nicknamen schaute ich mich um. Zu dem Zeitpunkt besaß ich eine Hose, mit einer Kette dran (als Accessoire) und – ihr ahnt es schon – da war eine kleine, silberne Eule dran.

Tada, so einfach war das damals. (ich hatte noch weitere Nicknamen auf Knuddels, fragt mich aber nicht warum). Also, hinter dem Namen steht keine tiefere Bedeutung, kein wirklicher Sinn und noch nicht mal eine coole Geschichte. Er blieb aber trotzdem, ich nutze ihn seit dem auf allen Plattformen auf denen man keinen Klarnamen angeben muss und werde es noch weiter tun.

Besonders im alten Forum der coppelianischen Gesellschaft (ich vermisse es immer noch ein wenig) blieb der Name nicht nur virtuell und so werde ich von einigen meiner Freunde aus dem Kreis immer noch Eule genannt. Wobei ich es fast seltsam finde, wenn das Menschen tun, die mit dem Kreis nichts zu tun haben. Ist eben unsere eigene, kleine, verschobene Welt.

Ja, mag ich denn nun Eulen? Ja, natürlich. Aber ich weiß jetzt nicht so viel über die Tiere wie ich vlt sollte. Aber in meinem Kopf sind es starke, stolze Tiere (scheiß auf Löwen… Nein, Spaß, die sind auch toll). Eher unfreiwillig sammel ich Eulen Gegenstände (ich bekomme sie geschenkt…) und ja, ich werde mir irgendwann noch ein Eulen – Tattoo stechen lassen.

So, jetzt wisst ihr also was es mit diesem furchtbar kitschigen Namen auf sich hat. Er wird auch bleiben, dafür habe ich ihn schon zu lange.

„Just“ a friend

Veröffentlicht: 07/07/2020 in Ein paar Gedanken zu ...

Im Zuge meines Beitrages über Feminismus und so Krams habe ich mich, besonders im Hinblick auf den Gender Data Gap immer mehr und mehr auch mit unserer Sprache beschäftigt.

Und gerade beim Thema „Friendzone“ ist mir (mal wieder) aufgefallen, dass wir manchmal zu Formulierungen neigen, die so eigentlich nicht ganz passend sind. Z.b. entschuldige ich mich ab und an, obwohl es mir gar nicht Leid tut, bzw nicht leid tun sollte. Wenn ich in meinem Job beispielsweise einer/einem Kunden sagen muss, dass es etwas nicht geht, schleicht sich das Wort „leider“ ziemlich schnell in meine Formulierung und das obwohl ich genau weiß wieso, weshalb, warum und es oftmals auch besser ist, dass Kunden nicht alles bekommen, was sie wollen. Es tut mir dann eigentlich nicht leid, aber ich schreibe es trotzdem. Dabei klingt meine Aussage nicht weniger höflich, wenn ich es einfach weglasse. Es schwächt nur meine Überzeugung, dass es richtig so ist. (Meine Meinung).

Oder halt, beim Thema Freunde (des anderen Geschlechtes). Mir ist aufgefallen, dass wir sehr schnell sagen „Er ist nur ein Freund“ und je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto falscher finde ich das. Bei Freunden des gleichen Geschlechtes machen wir das auch nicht und das obwohl es ja durchaus möglich ist, dass es sich bei den beiden um ein Paar handelt. (ich merke gerade, Gendern ist in Deutsch echt schwer, aber seis drum). Warum sollte ich also bei einem Freund hinzufügen, dass er nur ein Freund ist?

Dieses kleine Wort setzt, aus meiner Sicht die Freundschaft herab. Meine Freunde, egal welchen Geschlecht sie haben, welche sexuelle Orientierung, sind so viel mehr als „nur“. Bei einigen, wenigen würde ich auch sagen, dass ich sie liebe, halt nur anders.

Natürlich hat man zu einigen Freunden ein anderes Verhältnis, als zu anderen und ja, mir ist auch bewusst, dass man das sagt, um eine Unterscheidung zu haben, aber benötigen wir das wirklich. Es reicht doch aus, wenn man sagt „Er ist ein Freund“ / „Sie ist eine Freundin“. Wenn da dennoch jmd etwas anderes versteht (verstehen will), das ist es am Ende nicht mein Problem. Ich zumindest arbeite gerade sehr daran den Satz, sollte er denn nötig sein, ohne „nur“ zu nutzen.

Mary – einfach ein Name, aber für mich so viel mehr. Sie begleitet mich seit meiner Jugend, immer mal wieder, immer mal anders. Doch wer oder was ist Mary?


Noch in der Realschule, ich war das merkwürdige Mädchen, dass immer las, wollte ich ein eigenes Buch schreiben, eine eigene Geschichte erfinden, mit einer starken, weiblichen Figur. In meinem Kopf entstand eine Geschichte, rund um besagte Mary, die in einer Fantasy-Welt in dem Königreich rebellierte. Ich fing an zu schreiben, die ersten Entwürfe entstanden. Der erste Entwurf war, natürlich, nicht besonders gut. Wie meine Schwester damals sagte „Das ist eine Mary-Sue“ Lustigerweise heißt sie auch noch Mary. (wer nicht weiß was May Sue bedeutet, kann es hier nachlesen). Ich verwarf Mary darauf hin, aber nur um immer wieder anzufangen, ihr mehr Persönlichkeitsmerkmale zu geben, die anders als meine waren. Aber nicht nur sie änderte ich ständig ab, sondern noch sehr viel mehr, sei es die eigentliche Story (gegen wen und warum rebellierte Mary), seien es Characktere, die kamen und gingen, sei es das Setting oder auch die Branche (ist es Fantasy, Science-Fikton oder irgendwas dazwischen?). Aber, obwohl ich es nie schaffte die Geschichte zu Ende zu bringen, ständig die gleichen Kapitel neu schrieb und alles über den Haufen schmiss, Mary blieb Bestandteil meines Lebens.


Und genau wie ich, entwickelte sie sich, übernahm Ansichten von mir. Von wegen keine Mary-Sue…
Früher z.B. mochte Mary keine anderen Frauen, traute ihnen nicht und hng halt nur mit Männern rum, heute ist sie eine Verfechterin des Feminismus (auf ihre eigene Art).


Mary existiert noch immer und vor einiger Zeit hatte ich die Geschichte wieder neu aufgegriffen, habe frühere Ideen wieder übernommen, einiges wieder geändert und in meinem Kopf viel weiter gesponnen. Wieder überarbeitete ich alte Kapitel, aber ich hatte mir diesmal zumindest einen groben Plan gemacht, eine Grundstory zurecht gelegt (Danke an Kai Meyer in einer Lesung einmal erklärte wie er an eine neue Geschichte rangeht). Ich habe angefangen die Characktere weiter zu entwickeln, nicht nur Mary, die mit mir wächst, sondern auch die anderen, habe neue dazu gesponnen, einen habe ich in min. 3 aufgeteilt. In der ersten Version gab es nämlich nur einen „Bösewicht“ der irgendwie alles war. Das war zu viel und auch nicht sehr facettenreich.
Auch das Mary-Sue Syndrom kann ich nicht ablegen, mittlerweile spiele ich aber damit. Mary ist jetzt nicht mehr nur noch Mary, sondern Marianne Susan. Aber ich habe ihr Schwächen zugestanden, die ich selber habe und ablegen würde, es aber nicht schaffe.


Andere Ideen habe ich wieder überworfenn und andere muss ich noch ausarbeiten. Mir selber sind meine Figuren noch zu klischeehaft.
Ich habe mir vieles von richtigen Autoren angeschaut, ihren Stil, was mir gefällt versucht einzuarbeiten. Das hilft, um eine Struktur und mehr als nur eine grobe Idee zu haben.
Aber unstätig bin ich aber nach wie vor. Erst gestern kam mir der Gedanke, dass ich die Sexualität eines Charackters komplett ändern könnte. Es würde die Figur interessant machen, nicht so stereotypisch, aber es würde eine komplette Stoyline zerschlagen und im extremen Fall würde eine Figur, die genauso lange existiert wie Mary, wegfallen. Will ich das?
Aber ich habe zumindest einen Anfang, den ich nicht wieder über Bord werfe, ich bin mir über viele Handlungsstränge sehr sicher, dass sie so bleiben (ja, weil ich sie selber einfach zu gut finde).


Zwei Dinge sind aber definitiv sicher – ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Vielleicht schreibe ich noch im Altenheim daran weiter. Und Mary wird mich auch den Rest meines Lebens, egal ob ich es schaffe ihre Geschichte zu erzählen oder nicht, immer begleiten und sich mit mir entwickeln.

Bild von Enrique Meseguer auf Pixabay

Eigentlich wollte ich anlässlich des internationalen Frauentages, der ja am 8. März war, einen Beitrag über Feminismus, Gleichberechtigung, Sexismus und allem drum herum schreiben. Aber da das Thema sehr umfangreich ist, ich aktuell aber nicht so viel Zeit habe, habe ich das ganze verschoben. Dafür ist es mir einfach zu wichtig, um „mal eben“ was dazu zu schreiben.

Stattdessen dachte ich mir, schreibe ich über meine aktuelle Erfahrung in der Fastenzeit. Ich bin zwar so gar nicht christlich (ich bin aus dem Osten, wir hatten nix, nicht mal Religion), aber ich nutze die Zeit dennoch und verzichte auf (Industrie) Zucker und Alkohol. Beides stellt mich vor Herausforderungen, manche kleiner und manche größer als gedacht …während ich das schreibe fällt mir gerade auf, dass in der Nudelsauce Weißwein drin war…so viel dazu. Und weil ich ja immer etwas übertreiben muss mache ich auch noch 16:8 fasten, bei dem man 16 Stunden am Stück nichts isst, sondern nur Wasser & Tee trinkt (das mache ich aber schon etwas länger) und eigentlich wollte ich jeden Abend vorm schlafen ne Plank machen, immer 10 Sekunden länger halten (nein, das habe ich nicht durchgezogen, reden wir nicht drüber, ok?)

Aber von vorne. Was hat mich dazu bewogen, warum mache ich das und was ist mein Ziel? Zum einen hab ich genau das letztes Jahr schon gemacht, zwar aus anderen Gründen, die ich jetzt nicht näher erläutern werde (komplett andere Geschichte) und es tat mir damals ganz gut. Warum also nicht wiederholen? Dann kommt natürlich noch der Fitness Aspekt dazu. Nachdem ich vor ein paar Jahren meine Ernährung umgestellt hatte, ich da aber nicht mehr sooo konsequent bin hilft besonders der Verzicht auf Süßes mir dabei hier die Waage zu halten – ich meine einen Ausgleich, nicht das Gewicht…wobei… – und Alkohol ist ein mega Kalorienlieferant. Aber auf Alkohol verzichte ich auch, weil es in den letzten Wochen / Monaten doch etwas überhand genommen hat. Nicht nur am Wochenende beim feiern, sondern halt auch unter der Woche. Ab und an ein Feierabend schadet ja nicht, oder? Vielleicht aber doch, wenn es halt nicht mehr ab und an, sondern sehr regelmäßig wird.
Mein Ziel ist es also wieder etwas fitter zu werden und sowohl mit Zucker, als auch mit Alkohol wieder bewusster umzugehen. Und auch um mir selbst etwas zu beweisen (Das Ego muss ja irgendwie gestreichelt werden).

Also beschloss ich wieder eine Fastenzeit einzulegen. Eigentlich wollte ich sogar früher beginnen und es länger durchziehen. Einfach weil. …OK, wahrscheinlich um halt das Argument „das machst du jetzt nur weil die Kirche das sagt“ zu entkräften. Den früheren Start habe ich erfolgreich nicht durch gezogen. Konsequent bin ich eben nur, wenn ich will. Und die liebe Foxxy (besucht ihren Blog https://karlathefox.com/) hatte mir sehr schön erklärt, dass es ja vor Karneval irgendwie keinen Sinn macht (ja, ich gebe ihr die Schuld 😘). War aber nicht schlimm, der Abend in Dortmund mit ihr + weiteren lustigen Gestalten war zu gut um es zu bereuen. Ich habe also ganz konsequent den Start meiner Fastenzeit verschoben und doch erst nach Karneval angefangen. Aber seit dem zieh ich es auch durch, inkl feiern gehen.

Und wie ist das jetzt so, ohne Zucker, ohne Alkohol? OK, beim Zucker schummel ich ein bisschen. Es gibt mittlerweile soo viele zuckerfreie Süßigkeiten, dass man ganz gut aus kommt. So ganz ohne Süßes geht es aber nicht, und irgendwie werde ich auch von den Dingrern süchtig. Kennt ihr diese zuckerfreien Gummihasen (gibt es bei einer Drogeriekette)? Von denen darf man eigentlich nur fünf essen, was ich natürlich erst nach ca. 10 Stück bemerkt hatte. Wenn ich essen geh kann ich es eben nicht verhindern, dass der Koch Zucker verwendet. 🤷‍♀️ Aber ansonsten klappt es ganz gut. Es ist nur ein wenig anstrengend, auf die Lebensmittel zu schauen, ob extra Zucker drin ist oder nicht. Beim Alkohol ist es noch mal was anderes. Ja, der bewusste Verzicht klappt an sich ganz gut. Nur bei den Gewohnheiten, bei denen man nicht so drüber nachdenkt, wie z.b. der Weißwein in der Nudelsauce halt nicht so sehr.

Das erste Mal nüchtern feiern funktionierte auch ganz gut. Es hat mich fast ein wenig überrascht wie wenig es mir ausmachte und wie viel Spaß ich einfach trotzdem hatte, obwohl alle um mich herum immer betrunkener wurden. Nur auf dem Hinweg wollte ich aus Reflex nach einer Bierflasche greifen und mit trinken. Das ich diesen Reflex hatte zeigt mir aber nur, dass es richtig ist erstmal darauf zu verzichten. Aber ansonsten war alles irgendwie normal. Das lag aber auch sehr viel an den Leuten, mit denen ich unterwegs war und an der Musik (80er Glam Rock natürlich). Tanzen lenkt einen halt auch gut ab. Also das war kein Problem.
Schwieriger war da schon die Hausparty letzte Nacht, die wir spontan (und sehr verantwortlungslos) auf Grund der ganzen Schließungen durch das Corona Virus, gestartet haben. Ich mag Hauspartys, weil man eben auch viel mehr miteinander reden kann, als in Clubs, mal davon abgesehen, dass es günstiger ist. Aber obwohl man auch da tanzen kann ist es nicht das gleiche. Am Anfang des Abends dachte ich, dass es wirklich schwierig werden würde. Wurde es aber tatsächlich nicht. Ja, etwas, aber es war auch hier kaum ein Problem.

Und wie reagiert mein Umfeld darauf? Ziemlich gut sogar.
Das mit dem Zucker kennen viele von mir schon. Meine Kollegen z.B. fragen mich meist gar nicht mehr, ob ich was vom Kuchen will, manchmal entschuldigen sie sich aber dafür, was irgendwie niedlich ist. Sie informieren mich aber auch, wenn sie etwas haben, bei dem kein Zucker, sondern z.B. Honig drin ist. Eine andere hat mir zuckerfreie Schokolade mitgebracht, damit ich die nächsten Wochen gut durch stehe…. die ist allerdings schon wieder leer…
Und mit dem Alkohol? Von den Kollegen, mit denen ich mich zum Feierabendbier treffe gibts mal nen Spruch, alles scherzhaft gemeint, aber mehr auch nicht. Wir genießen unseren Feierabend trotzdem ganz gut zusammen, führen gute Gespräche, mal ernst, mal nicht. Auch der Spieleabend, den wir untereinander alle zwei Wochen veranstalten geht auch mit Cola Zero. Unfair finde ich es übrigens hier, dass mein Arbeitgeer zwar Bier stellt, aber keine Softgetränke. Die muss ich mir dann selber kaufen.
Beim Feiern ist es wie oben beschrieben sehr entspannt. Und das obwohl, wenn man ehrlich ist, in der Rock– / Metalszene schon ein Alltags-Alkoholismus herrscht. Aber keiner von meinen typischen Partyfreunden versuchte mich zu überreden doch was zu trinken. Klar wurde ich gefragt, wieso und warum und sie waren überrascht, sieht man mich doch eher häufiger mit einem Gin-Tonic in der Hand, aber alle akzeptieren es, von einigen wurde mir auch Respekt entgegen gelallt (😉). Diese Akzeptanz ist leider in der heutigen Gesellschaft nicht selbstverständlich, bei manchen Menschen kommst du nur damit durch, wenn du Auto fährst und selbst dann kommt oft „Ach, komm, ein Bier geht.“ Ich selbst halte nichts davon jemanden das Trinken ein oder aus zu reden und ich bin sehr froh darüber, dass es meine Freunde auch so handhaben.
Wie gesagt, meine Freunde und Kollegen akzeptieren das alle und es hat auch echt Vorteile. Ich kann immerhin am nächsten Tag sagen, ob sich jmd daneben benommen hat oder nicht. Und bei Trinkspielen bin ich ein super Gamemaster und Schiedsrichter.

Will ich euch jetzt mit diesem Text animieren auch zu fasten? Nein, auf keinen Fall. Jeder soll und muss sowas für sich selbst entscheiden. Das ist nur mein Erlebnis, das ich gerne mit euch teile. Wenn ihr euch dazu doch mal entscheidet hier ein wertvoller Tipp: Macht kein allzu großes Ding draus. (haha, sagt die, die einen ganzen Blogeintrag dazu schreibt.) Was ich meine ist folgendes:
Überlegt ob und worauf ihr verzichten wollt, trefft diese Entscheidung alleine, ohne Einfluss von anderen. Wenn ihr fastet verzweifelt nicht daran, wenn es mal nicht so gut klappt, man eben doch die Weißwein-Sauce bestellt hat oder doch zu einem Stück Schoki gegriffen hat. Einfach akzeptieren und weiter machen. Geht offen damit um, aber ihr müsst es nicht bei jeder Gelegenheit erwähnen. Manchmal merken die anderen das gar nicht, dass ihr fastet. Und versucht nicht, euch dadurch überlegen zu fühlen. Meine Fastenzeit ist für mich, nicht für jemand anderen. Nur mir muss ich beweisen, dass ich es kann, niemand anderem.